StartStuttgart-FilderregionStuttgart-Filderregion AktuellSauberkeitsstrategie: Kampf dem Müll an Containern
Stuttgart: Externer Dienstleister reinigt Plätze

Sauberkeitsstrategie: Kampf dem Müll an Containern

Im Zuge der Strategie zur Stadtsauberkeit kümmert sich künftig ein externer Dienstleister um die Reinigung aller 147 Containerstandorte in der Stadt.

An den Standplätzen für Altglas- und Altkleidercontainer im Stuttgarter Stadtgebiet werden zunehmend Abfälle abgestellt, die dort nicht hingehören. Die Entsorgung von illegal abgestelltem Sperrmüll, Hausmüll und weiteren Abfällen bindet erhebliche Kapazitäten der Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS). Um die eigenen Ressourcen zu entlasten, wird diese Aufgabe künftig extern vergeben.

Aus der Bevölkerung gehen regelmäßig Hinweise zu Verschmutzungen an Containerstandplätzen ein. Dieses Abfallaufkommen tritt stadtweit auf und liegt über dem Niveau der Vorjahre. Seit Januar 2025 gilt eine EU‑Richtlinie zur verpflichtenden Getrenntsammlung von Alttextilien, die für Herausforderungen sorgt. In Paragraf 20 schreibt das Kreislaufwirtschaftsgesetz vor, dass Textilien nicht mehr im Restmüll, sondern in Altkleidercontainern entsorgt werden müssen. Stark verschmutzte oder beschädigte Kleidung darf weiterhin über den Restmüll entsorgt werden und soll nicht in die Altkleidersammlung, landet jedoch häufig dennoch in den Containern. Die Unsicherheit über diese Regelung führt dazu, dass Altkleidercontainer schneller überfüllt sind und Altkleider sowie zusätzliche Abfälle davor abgestellt werden. Beistelleffekte verstärken das Problem: Wird an einem Standort einmal Müll abgestellt, folgt häufig weiterer. Parallel dazu nimmt auch die illegale Ablagerung von Sperr‑ und Hausmüll zu.

Um dieser Entwicklung zu begegnen, wird die Reinigung der Containerstandorte ab Juli 2026 für drei Jahre an einen externen Dienstleister übertragen. Dieser wird alle 147 Standorte einmal pro Woche reinigen, besonders verschmutzte Standplätze (Hotspots) werden bis zu fünf Mal pro Woche gesäubert. Die voraussichtlichen Gesamtkosten belaufen sich dabei auf rund 1,2 Millionen Euro.

Die Reinigung an Altkleider- und Glascontainerstandorten wurde bisher regelmäßig durch ein Sonderteam der AWS übernommen. Die externe Vergabe ist ein Baustein der Stadtsauberkeitsstrategie. Sie ergänzt die ordnungsrechtlichen Maßnahmen und ermöglicht der AWS, neben der notwendigen Regelreinigung, eigene personelle Ressourcen gezielt für kontrollierende und reaktive Einsätze einzusetzen. Die Betriebsorganisation der AWS ist auf wiederkehrende Aufgaben in den Bereichen Straßenreinigung, Winterdienst und Abfallentsorgung ausgerichtet. Eine vollständige Übernahme der Containerstandplatzreinigung mit eigenen Kräften würde erhebliche Kapazitäten binden und die Flexibilität in anderen Bereichen einschränken.

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