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Sonntag, 25. Oktober 2026
Stuttgart-Filderregion Aktuell

Stadt Stuttgart ruft zur eigenen Vorsorge auf

Warntag: Probealarm am Donnerstag

Zwei Kurbelradios vor der Stuttgarter Innenstadt
Für den Notfall gerüstet: Kurbelradios ermöglichen auch bei Stromausfall den Empfang wichtiger Informationen. Foto: Stadt Stuttgart / Fabrice Weichelt

Am Donnerstag heulen bundesweit die Warnsysteme – in Stuttgart allerdings ohne Sirenen. Warum die Stadt den Testlauf nutzt, um für Wasser, Vorräte und ein Kurbelradio im Haushalt zu werben, und welche Warnwege überhaupt funktionieren.

Am Donnerstag, 10. September, wird ab 11 Uhr bundesweit der Ernstfall geprobt: Beim Warntag testen Bund, Länder und Kommunen ihre Warnsysteme. Auch in Stuttgart und damit in den Filder-Stadtbezirken wird die Probewarnung ausgelöst – verbunden mit dem Appell der Stadt, die eigene Krisenvorsorge zu überprüfen.

Wie die Warnung verbreitet wird

Ausgelöst wird die Testmeldung über das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS). Von dort geht sie zeitgleich an alle angeschlossenen Kanäle: an Radio und Fernsehen, an Warn-Apps wie NINA und KATWARN, an digitale Anzeigen im Stadtgebiet sowie über Cell Broadcast. Bei diesem Weg erscheint die Warnung als Vollbildmeldung mit lautem Signalton direkt auf empfangsbereiten Mobiltelefonen, ganz ohne zusätzliche App. Die Sirenen bleiben in Stuttgart stumm – wie in vielen anderen Kommunen wurde das Sirenennetz nach dem Ende des Kalten Krieges abgebaut. Um 11.45 Uhr folgt die Entwarnung.

Appell des Sicherheitsbürgermeisters

Der Bürgermeister für Sicherheit, Ordnung und Sport, Dr. Clemens Maier, wirbt für persönliche Vorsorge: Bei einer größeren Krise könnten Einsatzkräfte nicht überall gleichzeitig helfen. Wer zu Hause für einige Tage ausgestattet sei, könne eine solche Lage zunächst selbst überbrücken und entlaste damit die Rettungskräfte. Sein Appell an die Bevölkerung: sich informieren und vorbereiten.

Was in den Haushalt gehört

Die Stadt empfiehlt, für mehrere Tage ausreichend Wasser und Lebensmittel, notwendige Medikamente sowie Möglichkeiten für Licht, Wärme und Information vorzuhalten. Fällt der Strom aus, bleiben Fernseher, WLAN und irgendwann auch das Mobilfunknetz stumm. Dann wird ein Notfallradio mit mehreren Energiequellen – Batterien, Akku, Solarpanel oder Handkurbel – zur wichtigsten Informationsquelle. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt ein solches Gerät für jeden Haushalt; Modelle mit Display müssen seit 2020 neben UKW auch DAB+ empfangen können.

Drei Warnstufen

Amtliche Warnungen sind gestuft: Die höchste Stufe, die amtliche Gefahrendurchsage, gilt bei Gefahr für Leib und Leben, etwa bei einer Gefahrstoffwolke oder akuter Waffengewalt – Rundfunksender müssen ihr Programm dafür sofort unterbrechen. Die amtliche Gefahrenmitteilung greift bei Lagen wie Hochwasser, Stromausfall oder Großbrand. Die Gefahreninformation umfasst Hinweise wie das Abkochen von Trinkwasser, Brandgeruch oder Unwetterwarnungen; hier entscheiden die Medien selbst über die Verbreitung.

Quelle: Pressemitteilung der Landeshauptstadt Stuttgart

Pressemeldung der Stadt Stuttgart
Pressemeldung der Stadt Stuttgart

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