Red Bull Cerro Abajo im Stuttgarter Kessel
90.000 bejubeln Downhill-Premiere in Stuttgart
Vom Weißenburgpark bis zum Wilhelmsplatz rasten die besten Mountainbiker der Welt durch enge Gassen und über Stäffele. Sieger wurde der Spanier Alex Marin, den Weltmeistertitel holte sich der Brasilianer Roger Vieira. Die Landeshauptstadt zeigte sich dabei als ungewöhnliche Sportbühne.
Mit dem Finale von Red Bull Cerro Abajo hat am Wochenende erstmals ein Urban-Downhill-Rennen dieser internationalen Serie in Deutschland stattgefunden – und zwar mitten in Stuttgart. Nach Angaben der Stadt verfolgten am Sonntag, 6. September 2026, rund 60.000 Menschen das Rennen an der Strecke. Zusammen mit den geschätzt 30.000 Schaulustigen beim Training am Samstag kommt die Landeshauptstadt auf etwa 90.000 Zuschauende an beiden Tagen.
Der Kurs führte vom Weißenburgpark durch das Heusteigviertel bis zum Wilhelmsplatz. Auf rund 1,2 Kilometern und 130 Metern Höhenunterschied hatten die Streckenbauer Sprünge, Hindernisse und Schikanen eingebaut, die den Profis im Einzelzeitfahren einiges abverlangten. Schnellster war der Spanier Alex Marin in 1:44,033 Minuten. Den Weltmeistertitel sicherte sich im letzten Saisonrennen jedoch der Brasilianer Roger Vieira: Ihm genügte Rang zwei in 1:44,088 Minuten, um seine Führung in der Gesamtwertung zu behaupten.
Die Siegerehrung übernahm Oberbürgermeister Frank Nopper. Er sprach von einer temporeichen Kombination aus Athletik und Akrobatik, die größten Respekt verdiene, und freute sich, dass das Ereignis so viele Menschen nach Stuttgart geführt habe. Die Topographie der Stadt sei für ein solches Rennen geradezu prädestiniert.
Tatsächlich nutzte das Rennen genau die Stuttgarter Besonderheiten: Kessellage, Stäffele und historische Gebäude wurden Teil des Parcours. Übertragen wurde das Ereignis live im Fernsehen und im Internet.
Die Stadt will diesen Weg weitergehen und ist im kommenden Jahr Gastgeberin der „Finals“ vom 29. Juli bis 1. August 2027. Nach derzeitiger Planung werden dort an vier Tagen 16 Deutsche Meisterschaften an über das Stadtgebiet verteilten Austragungsorten ausgetragen.
Organisatorisch war die Premiere ein Kraftakt: Federführend waren seitens der Stadt das Amt für öffentliche Ordnung, das Garten-, Friedhofs- und Forstamt sowie das Amt für Sport und Bewegung. Ein Sportereignis dieser Größenordnung mitten in der Stadt erforderte umfangreiche Sicherheits- und Verkehrskonzepte; Beeinträchtigungen für Anwohnerinnen, Anwohner und den Verkehr sollten so gering wie möglich gehalten werden.
Quelle: Medieninformation der Landeshauptstadt Stuttgart