Kostenlose Beratung in Filderstadt-Bernhausen
Zeitumstellung: Polizei warnt vor Einbrechern
Ab Sonntag wird es früher dunkel – und Einbrecher nutzen die Abendstunden. Das Polizeipräsidium Reutlingen verstärkt seine Kontrollen, nennt steigende Fallzahlen und bietet kostenlose Beratung zum Einbruchschutz an – auf Wunsch auch zu Hause.
Mit Beginn der Winterzeit und dem Umstellen der Uhren am kommenden Sonntag, dem 25. Oktober, werden die Nächte wieder länger. Damit beginnt auch die Hochkonjunktur der Einbrecher, die gerade nach der Zeitumstellung die frühe Dunkelheit in den Abendstunden für Beutezüge ausnutzen.
Nachdem die Fallzahlen der Wohnungseinbrüche während der coronabedingten Beschränkungen stark zurückgegangen waren, steigen diese in den letzten Jahren wieder an. Ein leichter Rückgang wurde 2024 verzeichnet, als 400 Fälle des Wohnungseinbruchsdiebstahls, darin enthalten 171 Versuche, registriert wurden. Im vergangenen Jahr 2025 stiegen die Zahlen im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen, zu dem auch der Landkreis Esslingen gehört, wieder auf 459 Fälle an. Darin enthalten sind 215 Versuche.
Durch lage- und brennpunktorientierte Maßnahmen verfolgt das Polizeipräsidium Reutlingen sowohl präventive als auch repressive Bekämpfungsansätze. Insbesondere durch offene Präsenz, gezielte Streifentätigkeit, Intensivierung der Fahndungsmaßnahmen, bei denen auch zivile Kräfte zum Einsatz kommen, sowie Kontrollen, insbesondere an Ausfallstraßen, sollen potentielle Täter abgeschreckt und Hinweise für die Aufklärung zurückliegender Einbrüche gewonnen werden.
Da ein Großteil der Wohnungseinbrüche in den Nachmittags- und frühen Abendstunden verübt wird, setzt die Polizei ganz besonders in diesen Zeiten auf verstärkte Präsenz. Im eigens dafür bei der Kriminalpolizei eingerichteten Arbeitsbereich „Wohnungseinbruchsdiebstahl“ führen besonders geschulte Spezialisten mit den Kriminaltechnikern Hinweise und Spuren zusammen.
Doch die Polizei allein kann Einbrüche nicht gänzlich verhindern – sie ist auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, sei es durch Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge oder durch eigene Vorsichtsmaßnahmen. Viele Einbrüche können durch richtiges Verhalten und eine adäquate Sicherungstechnik verhindert werden. Leisten Fenster und Türen erheblichen Widerstand, geben die Täter ihr Vorhaben meist rasch auf. Dass Präventionsmaßnahmen wirken, belegt der in den vergangenen Jahren stetig gestiegene Anteil der Einbruchsversuche.
Die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen in Reutlingen, Filderstadt-Bernhausen und Balingen bieten Haus- und Wohnungsbesitzern hierzu Beratungen an. Zudem können Termine für eine individuelle Beratung vereinbart werden. Auf Wunsch kommt ein Fachberater auch vor Ort, um maßgeschneiderte Vorschläge zur Sicherung von Haus oder Wohnung zu unterbreiten. Der Besuch der Beratungsstellen und sämtliche Beratungen, auch zu Hause, sind kostenlos. Termine können unter der Telefonnummer 07121/942-1202 oder per E-Mail unter reutlingen.pp.praevention@polizei.bwl.de vereinbart werden.
Darüber hinaus weist das Polizeipräsidium Reutlingen auf die bundesweite Kampagne „K-Einbruch“ hin. Auf der Internetseite www.k-einbruch.de finden sich neben Verhaltenstipps auch produktneutrale Informationen zu geeigneter Sicherungstechnik sowie ein virtueller, interaktiver Rundgang durch ein Wohnhaus, der Stellen aufzeigt, die besonders gesichert werden sollten.
Quelle: Polizeipräsidium Reutlingen / Presseportal, 22.10.2026
Quelle: presseportal.de