Der Stadtbezirk Sillenbuch erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne und trägt damit auch in den kommenden zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadtbezirk. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2014 durch den Verein Fairtrade Deutschland an Sillenbuch verliehen.
Der Bezirk erhielt die Auszeichnung für sein Engagement für einen fairen Handel. Eine Steuerungsgruppe koordiniert bis heute alle Aktivitäten. In verschiedenen Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten.
Das Engagement ist vielfältig. Dazu gehört die alljährliche Präsenz auf Festen der Sillenbucher Meile. Die Kirchengemeinden bieten nach den Gottesdiensten fair gehandelte Waren an. Zudem ist die Steuerungsgruppe in den vergangenen Jahren auf der Suche nach weiteren Teilnehmern erfolgreich gewesen, um nur einige Projekte zu nennen.
In den kommenden zwei Jahren hat sich die Steuerungsgruppe zusammen mit Bezirksvorsteher Hans Peter Klein vorgenommen, noch mehr Anbieter von Lebensmitteln und Getränken zu finden, die fair gehandelte Artikel ins Sortiment aufnehmen und ein „Fairtrade-Lädle“ – häufig auch „Weltladen“ genannt – zu gründen. „Eine geeignete Immobilie zu finden, ist im Stadtbezirk Sillenbuch wegen der hohen Mieten jedoch schwierig. Vielleicht ergibt sich eine preiswerte Möglichkeit“, so Bezirksvorsteher Hans Peter Klein, der zuversichtlich ist, dass es im Bezirk viele Menschen gibt, die sich in einem Weltladen für einige Stunden in der Woche praktisch betätigen würden. Weiter biete solch ein Weltladen ehrenamtlich Engagierten und Interessenten für Frieden und Gerechtigkeit ein selbstbestimmtes praktisches Handlungsfeld. Klein weiter: „Wir danken allen, die zur Unterstützung des fairen Handels beitragen.“
Sillenbuch ist einer von 21 der insgesamt 23 Stuttgarter Stadtbezirke, die das Fairtrade-Siegel erlangen konnten. Auch die Landeshauptstadt als Ganzes ist bereits seit 2013 als Fairtrade-Stadt anerkannt.
