Parkdruck reduzieren, Aufenthaltsqualität erhöhen
„Park.Raum.Check“ checkt Bernhäuser Parksituation
FILDERSTADT. Jede Menge (Pkw-)Verkehr, viele (Fremd-)Parker, nervige Parkplatzsuchen: Der Parkdruck in Bernhausen ist bekanntlich sehr hoch. Dies führt immer wieder zu Beschwerden – insbesondere aus den Wohngebieten rund um den S-Bahnhof. Die Erarbeitung eines zeitgemäßen Parkraummanagements soll in diesem Bereich Abhilfe schaffen. Bei dessen Umsetzung greift jetzt der so genannte „Park.Raum.Check“ des Kompetenznetzes Klima Mobil. Filderstadt ist landesweit eine von 14 Kommunen, die dafür den Zuschlag erhalten haben.
Jan-Stefan Blessing, der Leiter des Filderstädter Ordnungsamts, erklärt: „Viele Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg wollen die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessern und klimafreundliche Mobilitätsformen fördern. Eine Parkraumbewirtschaftung mit angemessenen Parkgebühren trägt maßgeblich zum Erreichen dieser Ziele bei.“ Der Ordnungsamtschef begrüßt das Unterstützungsangebot für Kommunen – die „Park.Raum.Checks“. Diese sorgten für eine schnelle und unbürokratische Umsetzung eines geeigneten Managements vor Ort.
Wie sieht der vorhandene öffentliche Parkraum im Untersuchungsgebiet aus? Welche Parkregelungen gelten dort aktuell? Wie stark sind die Stellplätze frequentiert und ausgelastet? Die Antworten auf diese und viele weitere Fragen sind Grundlage für die lokal passenden Handlungsmöglichkeiten. Ein Fachbüro prüft (basierend auf den Rahmenbedingungen sowie dem tatsächlichen Nutzungsverhalten) verschiedene Möglichkeiten der Parkraumbewirtschaftung und schlägt darauf passende Optionen vor – beispielsweise die Einführung von Kurzzeitparkgebühren, das Bewohner*innenparken oder die Ausgabe von Dauerparkausweisen – dies alles vor dem Hintergrund der Straßenverkehrsordnungsnovelle.
Traub erwartet „Reduzierung des beklagten Parkdrucks“
Das Untersuchungsareal umfasst das Gebiet 500 Meter rund um den S-Bahnhof im Stadtteil Bernhausen mit Innenstadt sowie den angrenzenden Wohngebieten. Blessings Erfahrung: „Neben dem hohen Parkdruck durch die Bewohner*innen selbst (in den Abendstunden und an den Wochenenden) wird diese unbefriedigende Situation tagsüber weiter durch Hotelgäste, S-Bahn-Pendler*innen, Messe- und Flughafenparkende sowie Beschäftige (der benachbarten Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe so-wie der Verwaltung) verschärft.“ Jan-Stefan Blessings Erwartungen an den „Park.Raum.Check“ in Bernhausen: „Dieser stellt die Voraussetzungen für eine angemessene Bepreisung öffentlicher Parkflächen dar, was sich als eine der wirksamsten Maßnahmen für Klimaschutz im Verkehr erwiesen hat.“
Auch Oberbürgermeister Christoph Traub zeigt sich froh über die Auswahl der Stadt Filderstadt im Rahmen des Projekts „Park. Raum.Check“ des baden-württembergischen Verkehrsministeriums: „Mit Unterstützung eines Fachbüros erwarte ich nun, dass auf Grundlage der neuen Rechtslage eine geeignete und umsetzbare Lösung zur Parkraumbewirtschaftung entwickelt wird, um den seit Jahren von den Anwohnerinnen und Anwohnern im Umfeld des S-Bahnhofs Bernhausen beklagten Parkdruck wirksam zu reduzieren.“

