Landtagsabgeordnete zu Gast in Ostfildern
Lindlohr informiert sich bei Elektror
Beim Rundgang durch Technikcenter und Prüflabore in Ostfildern ging es um Effizienz in der Lufttechnik und um die Frage, was produzierende Betriebe von der Landespolitik brauchen. Die Geschäftsführung wünscht sich vor allem mehr konsequentes Handeln.
Wie können Industrieunternehmen aus Deutschland im weltweiten Wettbewerb mithalten, und was kann die Politik dazu beitragen? Mit diesen Fragen im Gepäck haben die Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr und Dr. Thorsten Hornung, Mitglied im Gemeinderat Ostfildern, am 21. September den Hauptsitz der Elektror airsystems GmbH in Ostfildern besucht.
Lindlohr wollte nach Angaben des Unternehmens Betriebe aus der Region kennenlernen, aus erster Hand hören, wie sich der Standort stärken lässt, und zugleich ihre eigenen politischen Schwerpunkte vorstellen. Elektror entwickelt und fertigt Lufttechnik für Kunden in aller Welt und beschäftigt am Hauptsitz und an zwei weiteren Produktionsstandorten in Deutschland mehr als 300 Menschen.
Effizienz beginnt bei der Beratung
Bei einer Führung durch das Technikcenter und die Prüflabore zeigte sich die Abgeordnete beeindruckt von der Innovationskraft und der großen Fertigungstiefe. Geschäftsführer Ulrich W. Kreher und sein designierter Nachfolger Dr. Sebastian Oster erläuterten, welche Rolle Lufttechnik in ganz unterschiedlichen Branchen spielt und welcher Wettbewerbsvorteil sich aus echter Nachhaltigkeit ergeben kann.
Im Motorprüflabor machte Kreher deutlich, dass mehr Effizienz nicht erst beim Motor anfängt, sondern schon bei der Beratung. Viele lufttechnische Anlagen seien größer ausgelegt als nötig, um Reserven zu haben. Wer den industriellen Prozess genau erfasst und die Technik passgenau plant, komme oft mit kleineren Systemen aus und mache die gesamte Anlage effizienter.
Wunsch nach mehr Umsetzung
Auf Lindlohrs Frage, wie die Landespolitik produzierende Betriebe besser unterstützen könne, antworteten Kreher und Oster, es komme jetzt vor allem auf konsequentes Handeln an. Baden-Württemberg habe eine starke industrielle Basis und großes Potenzial. Um das zu sichern, müsse die Landesregierung Veränderungen entschlossen anpacken, Entscheidungen treffen und deren Umsetzung sichtbar machen. Unternehmer würden an ihren Ergebnissen gemessen, diesen Maßstab wünsche man sich auch für die Politik. Dazu gehöre der Mut, bestehende Strukturen grundsätzlich zu hinterfragen und auch ungewöhnliche Lösungen zuzulassen.
Die grün-schwarze Landesregierung könne nach Ansicht der Geschäftsführung verschiedene Sichtweisen zusammenbringen und daraus konkrete Lösungen für den Wirtschaftsstandort entwickeln. Mehr Transparenz darüber, was beschlossen und umgesetzt wurde und was es bewirkt hat, könne das Vertrauen in die Politik stärken.
Lindlohr sagte zu, im Gespräch zu bleiben und das Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt erneut zu besuchen.

Quelle: Pressemitteilung der Elektror airsystems GmbH