„Urban Gardening“ – Chancen für Gemeinschaft und Umwelt.
FILDERSTADT. „Urban Gardening“ – Gärtnern ohne eigenen Garten – wird auch in diesem Jahr vom Filderstädter Umweltschutzreferat angeboten. Die Idee dahinter: Allen Interessierten soll ein einfacher und kostenloser Zugang zu gärtnerischen Tätigkeiten ermöglicht werden.
Insgesamt stehen für das „Urban Gardening“ rund 30 nutzbare Flächen in allen Filderstädter Stadtteilen (insbesondere in Bernhausen, Bonlanden und Plattenhardt) unentgeltlich zur Verfügung. Verschiedene Areale im öffentlichen Raum bieten eine Möglichkeit für den Anbau von Blumen und Kräutern, teilweise auch von Gemüse. Interessierte können sich aus diesem Angebotspool eine passende Fläche aussuchen. Im Anschluss wird ein Patenschaftsvertrag abgeschlossen.
Die Stadt bietet an, den erstmaligen Umbruch der Grasnarbe (deren Entfernung) zu übernehmen. Die weitere Gestaltung liegt ganz in den Händen der Teilnehmenden und eröffnet viel Raum für eigene Ideen und kreative Lösungen. Die Bewässerung erfolgt in Eigenregie, da auf den Flächen kein Wasser zur Verfügung gestellt werden kann. Daher sollten Interessierte die Organisation der Wasserversorgung frühzeitig einplanen (zum Beispiel durch Regenwassernutzung oder gemeinschaftliche Lösungen).
Eine Umzäunung der Flächen ist aufgrund der Lage im öffentlichen Raum nicht umsetzbar. Dies fördert jedoch die Offenheit der Projekte, stärkt den nachbarschaftlichen Austausch und macht „Urban Gardening“ für die Öffentlichkeit sichtbar. Eine derartige Fläche kann dabei sowohl durch Einzelpersonen als auch durch Zusammenschlüsse mehrerer Personen betreut werden. Gerade gemeinschaftliche Projekte bieten Vorteile, etwa bei Krankheit oder Abwesenheit, um Pflege und Bewässerung sicherzustellen.
Kostenloses Saatgut für Blühflächen
Wer eine Fläche mit insektenfreundlichen Blumen bepflanzen will, erhält vom Umweltschutzreferat kostenloses und standortgerechtes Saatgut.
Neu ab 2026: Für alle, die am klassischen Gärtnern mit Obst- und Gemüseanbau interessiert sind, steht auch der Kräutergarten im Museumsobstgarten in Bonlanden zur Verfügung. Dort erfolgt ebenfalls die Bewässerung in Eigenregie (durch entsprechende Paten). Voraussetzung für die Nutzung ist die Bereitschaft, die Fläche regelmäßig zu pflegen und zu mähen.
Der Kräutergarten ist im Gegensatz zu den restlichen Flächen umzäunt, jedoch nicht abschließbar. Der Kräutergarten eignet sich besonders für die gemeinschaftliche Nutzung: Mehrere Beete können an unterschiedliche Personen vergeben werden. Dies ermöglicht, soziale Kontakte zu knüpfen, gärtnerisches Wissen auszutauschen und voneinander zu lernen.
Das Umweltschutzreferat freut sich über alle, die sich am „Urban Gardening“ beteiligen. Diese Personen leisten einen wertvollen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, indem städtische Grünflächen aufgewertet und wertvolle Lebensräume für Insekten geschaffen werden.
Interessierte können sich beim Umweltschutzreferat melden. Weitere Informationen zu verfügbaren Flächen sowie zur Abwicklung eines Patenschaftsvertrags erhalten Interessierte auf Anfrage unter: umweltschutz@filderstadt.de oder telefonisch unter: 0711/7003–1511.

