Stuttgart / Reutlingen / Filderstadt. Nach der Festnahme von vier jungen Männern am 5. Januar 2026 kommen nun die erschreckenden Details einer massiven Einbruchsserie ans Licht. Was mit einem verdächtigen Vorfall begann, hat sich zu einer umfangreichen Ermittlung ausgeweitet: Das Quartett soll für mindestens 19 Einbrüche im Großraum Stuttgart und Reutlingen verantwortlich sein.
Enormer Sachschaden durch Vandalismus
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zeigen, dass die Bande zwischen Ende November 2025 und Anfang Januar 2026 gezielt öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten ins Visier nahm. Dabei gingen die Täter mit extremer Zerstörungswut vor. Während der Wert der Beute – vor allem Bargeld und Elektronik – bei rund 20.000 Euro liegt, ist der durch Vandalismus angerichtete Sachschaden weitaus höher: Er wird auf etwa 250.000 Euro geschätzt.
Der Zugriff: Festnahme in Filderstadt
Die Serie endete am Abend des 5. Januars 2026 in der Tübinger Straße in Filderstadt. Nachdem ein Zeuge gegen 21:15 Uhr verdächtige Geräusche aus einer Schule gemeldet hatte, schlug die Polizei zu:
- Drei Verdächtige flüchteten beim Eintreffen der Beamten aus dem Gebäude, konnten jedoch sofort eingeholt und festgenommen werden. Ein 18-jähriger Tatverdächtiger wurde dabei von einem Diensthund gestellt.
- Der vierte Komplize versuchte sich auf ungewöhnlichem Wege zu verstecken: Die Besatzung eines Polizeihubschraubers entdeckte ihn auf dem Dach des Schulgebäudes, wo er ebenfalls festgenommen wurde.

Bereits am Mittwochnachmittag zuvor waren vermutlich dieselben Täter in zwei Schulen in der Seestraße in Sielmingen eingebrochen und mit einem schwarzen Kleinbus geflohen.
Konsequenzen für das Quartett
Durch die enge Zusammenarbeit der Polizeipräsidien Stuttgart und Reutlingen konnten der Bande auch zahlreiche Taten im Stuttgarter Stadtgebiet zugeordnet werden. Den Beschuldigten wird schwerer Bandendiebstahl vorgeworfen. Sie wurden am 6. Januar dem Haftrichter in Kirchheim unter Teck vorgeführt, der die Haftbefehle in Vollzug setzte. Die jungen Männer befinden sich nun in verschiedenen Justizvollzugsanstalten. Die Ermittlungen zu weiteren möglichen Taten dauern an.

