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Samstag, 29. August 2026
Ostfildern Aktuell

Ostfildern verstärkt Verkehrssicherheit mit neuer Geschwindigkeitsmessanlage

Der Gemeinderat Ostfildern hat den Kauf einer modernen Geschwindigkeitsmessanlage beschlossen, um die Verkehrssicherheit im Bereich der stark frequentierten Querungsstelle Rinnenbachstraße auf Höhe der Technischen Akademie in Nellingen zu erhöhen. Die Maßnahme soll insbesondere Schüler und Radfahrer schützen.

Beschluss zur neuen Geschwindigkeitsmessanlage

Der Gemeinderat in Ostfildern stimmte am 2. Oktober 2024 dem Antrag zur Beschaffung einer stationären Geschwindigkeitsmessanlage der Firma JENOPTIK Robot GmbH zu. Diese Entscheidung basiert auf der Notwendigkeit, die veraltete Messtechnik zu ersetzen, deren Support eingestellt wurde. Die neue Anlage soll an einer Querungsstelle installiert werden, die besonders von Schülern und Radfahrern genutzt wird. Hier gilt bereits eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h, um gefährliche Situationen zu minimieren. Die Überwachung der Geschwindigkeit soll mit der neuen Technologie zuverlässig fortgeführt werden.

Die Kosten für die Anlage belaufen sich auf 84.937,30 €, die aus einem Ermächtigungsrest von 2023 und dem Haushalt von 2024 finanziert werden. Ein Großteil der Mittel stammt aus dem ursprünglich für die Anschaffung eines PKWs vorgesehenen Budget, das stattdessen nun in die Messanlage investiert wird.

Gründe und Diskussion im Gemeinderat

Bereits im Jahr 2022 wurde eine neue Messsäule in der Rinnenbachstraße für den Verkehr in Richtung Parksiedlung installiert, da die Bodenschleife der alten Anlage nicht mehr funktionstüchtig war. Eine ähnliche Situation entstand nun für die Fahrtrichtung Nellingen, wo die alte Messtechnik ebenfalls außer Betrieb genommen werden musste. Der betreffende Bereich wird stark von Fußgängern, Radfahrern und Schülern genutzt, was das Risiko von Verkehrsunfällen erhöht. Um diese Gefahr zu verringern, beschloss der Gemeinderat einstimmig die Installation einer neuen Messanlage.

Die Fallzahlen der Geschwindigkeitsüberschreitungen in dieser Region zeigen die Dringlichkeit der Maßnahme: Im Jahr 2023 wurden 9.666 Verstöße erfasst, was Einnahmen von 371.818 € generierte. Nach der Abschaltung der alten Anlage gingen die erfassten Verstöße jedoch deutlich zurück – von 804 im März auf 365 im Mai. Mit der neuen Messanlage soll diese rückläufige Tendenz gestoppt und die Sicherheit wiederhergestellt werden.

Finanzierung und wirtschaftliche Überlegungen

Die Finanzierung der neuen Geschwindigkeitsmessanlage wird durch Umschichtungen im Haushaltsplan gedeckt, ohne dass zusätzliche Belastungen für die Stadt entstehen. Dank der zu erwartenden Einnahmen aus Geschwindigkeitsüberschreitungen wird die Anlage nach einer kurzen Amortisationszeit von etwa sechs Monaten wirtschaftlich sein. Zudem fallen jährliche Wartungskosten von 5.001 € an, die ebenfalls aus den Verkehrseinnahmen gedeckt werden können.

Mehr Sicherheit für Verkehrsteilnehmer in Ostfildern

Die Anschaffung der neuen Geschwindigkeitsmessanlage ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Verkehrssicherheit in Ostfildern, insbesondere für Schüler und Radfahrer an stark frequentierten Querungsstellen. Der Gemeinderat geht davon aus, dass die Maßnahme nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern sich auch wirtschaftlich rasch amortisieren wird. Mit der Installation wird zeitnah begonnen, um die Überwachungslücke schnellstmöglich zu schließen.

Jan Weiss
Jan Weiss

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