Ostfildern informiert über Fördermittel
Wärmewende: Förderung für Heizung und Sanierung
Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz lässt beim Heizungstausch wieder alle Technologien zu. Die Stadt erklärt, welche Pflichten dennoch gelten, welche Zuschüsse es gibt – und wo Eigentümer am 21. November klimafreundliche Heizkeller besichtigen können.
Wenn es draußen kälter wird, beschäftigt viele Menschen in Ostfildern wieder die Frage, wie sie ihr Zuhause sicher, sparsam und zu vertretbaren Kosten warm bekommen. Hohe Energiepreise, der Klimaschutz und geänderte Gesetze werfen dabei zusätzliche Fragen auf. Die Stadt Ostfildern weist darauf hin, dass Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer für eine neue Heizung oder die energetische Sanierung ihres Gebäudes weiterhin auf attraktive Fördermittel zurückgreifen können.
Neue Regeln beim Heizungstausch
Seit Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG), das an die Stelle des bisherigen Gebäudeenergiegesetzes getreten ist. Die Pflicht, beim Einbau einer neuen Heizung mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien zu nutzen, ist damit weggefallen. In bestehenden Gebäuden dürfen wieder alle Heizarten eingebaut werden – von der Wärmepumpe über Fernwärme und Biomasse bis zur Gas- oder Ölheizung. Wer sich für eine fossile Heizung entscheidet, muss allerdings die sogenannte „Biotreppe“ im Blick haben: Ab 2029 ist ein stetig wachsender Anteil klimafreundlicher Brennstoffe wie Biomethan oder Grünheizöl vorgeschrieben.
Zusätzlich gilt in Baden-Württemberg das Erneuerbare-Wärme-Gesetz (EWärmeG). Es verlangt nach einem Heizungstausch in Gebäuden, die vor dem 1. Januar 2009 gebaut wurden, mindestens 15 Prozent erneuerbare Wärme oder entsprechende Ersatzmaßnahmen. Die Stadt rät Eigentümerinnen und Eigentümern deshalb, sich schon jetzt mit einer Sanierung oder dem Umstieg auf ein klimafreundliches Heizsystem zu beschäftigen.
Zuschüsse und kostenlose Beratung
Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) oder alternativ über steuerliche Abschreibungen lassen sich zahlreiche Maßnahmen finanziell unterstützen – etwa eine neue Heizung, Dämmarbeiten oder neue Fenster und Außentüren. Einen Überblick gibt die Stadt auf ihrer Internetseite unter ostfildern.de/klima. Dort sind auch kostenlose Beratungsangebote aufgeführt, mit denen sich klären lässt, in welchem Zustand die eigene Immobilie ist und welche Schritte sinnvoll sind.
Tag des offenen Heizungskellers am 21. November
Praktische Einblicke bietet der „Tag des offenen Heizungskellers“ am Samstag, 21. November. Hauseigentümerinnen und -eigentümer in Ostfildern zeigen dann, wie sie ihre Bestandsgebäude mit klimafreundlicher Technik beheizen, und berichten von ihren Erfahrungen. Der Besuch ist kostenlos, Informationen und Anmeldung gibt es unter offenerheizungskeller.de.
Wer selbst den eigenen Heizungskeller öffnen möchte, kann sich ebenfalls dort anmelden. Empfohlen war eine Anmeldung bis 1. November, sie ist aber auch jetzt noch möglich. Zur Vorbereitung findet am Samstag, 7. November, um 18 Uhr eine letzte Online-Veranstaltung statt – keine Pflicht, aber hilfreich.
Quelle: Pressemitteilung der Stadt Ostfildern