TV Nellingen, Fußball: Nachwuchsarbeit einmal andersherum: Statt selbst auf dem Platz zu stehen, haben 28 Jugendliche in Ostfildern-Nellingen gelernt, wie man ein Fußballtraining plant und leitet. Vom 13. bis 17. Juli 2026 fand am Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) ein DFB-Junior-Coach-Lehrgang statt – organisiert in einer Kooperation des TV Nellingen 1893, des Württembergischen Fußballverbands (WFV) und der Schule.
Angestoßen hatte den Lehrgang die Fußballabteilung des TV Nellingen selbst. Nach Angaben des Vereins hatten sich zahlreiche jugendliche Spieler danach erkundigt, ob eine solche Ausbildung auch wohnortnah angeboten werden könne. Im März 2026 nahm der Verein deshalb Kontakt zum Otto-Hahn-Gymnasium auf; nach Abstimmung mit dem WFV kam die Zusage für den Standort Nellingen.
Erst hospitieren, dann ausbilden
Voraussetzung für die Teilnahme war eine vorherige Trainingshospitation. Die Jugendlichen des TV Nellingen absolvierten sie Ende Juni und Anfang Juli bei der vereinseigenen U13-Mannschaft und bekamen dabei mit, wie eine Trainingseinheit vorbereitet, aufgebaut und durchgeführt wird. Die Bestätigungen darüber stellte der Verein anschließend aus.
Der eigentliche Lehrgang verband Theorie und Praxis: Die Unterrichtseinheiten liefen in einem Klassenzimmer des Gymnasiums, die praktischen Einheiten auf dem Nellinger Kunstrasenplatz. Der DFB-Junior-Coach gilt als erster Schritt in die Trainerausbildung und kann später auf dem Weg zur Trainer-C-Lizenz angerechnet werden.
Hälfte der Teilnehmer vom TV Nellingen
Von den insgesamt 28 Teilnehmenden kamen 14 aus den Reihen des TV Nellingen – alle von ihnen schlossen den Lehrgang erfolgreich ab. Der Verein wertet das als Beleg dafür, dass junge Fußballerinnen und Fußballer bereit sind, Verantwortung im Verein zu übernehmen, und sieht in der Zusammenarbeit von Verein, Verband und Schule eine Grundlage für weitere gemeinsame Angebote. Der Dank des Vereins ging an den WFV, das Otto-Hahn-Gymnasium und alle Beteiligten der Organisation.
Quelle: Turnverein Nellingen 1893 e.V., Mitteilung vom 18. August 2026 (Bericht: Marek Wladarz)

