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TV Kemnat erneuert Wunsch nach Kunstrasenplatz

Ostfildern: Der Gemeinderat hat vor zwei Jahren beschlossen, in Scharnhausen einen neuen Kunstrasenplatz zu bauen – und im selben Zusammenhang festgehalten, dass auch der Sportplatz in Kemnat grundlegend saniert werden soll. Während der Kunstrasen in Scharnhausen inzwischen fertiggestellt ist, steht die Sanierung in Kemnat noch aus. Nun soll der Gemeinderat am Mittwoch, 10. Dezember 2025, öffentlich über die nächsten Schritte beraten: Grundlage ist die Verwaltungsvorlage 160/2025 („Sanierung Sportplatz in Kemnat“), die unter anderem die Einreichung einer Projektskizze für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ vorsieht.

Unabhängig von dieser Sanierungsplanung hat der TV Kemnat seine Position zuletzt erneut deutlich gemacht: Bei einem Austausch am Freitag, 28. November 2025, mit Vertreterinnen und Vertretern aus regionaler und kommunaler Politik warb der Verein dafür, in Kemnat anstelle der vorgesehenen Sanierung einen Kunstrasenplatz zu bauen. Der Verein begründet dies unter anderem mit dem ganzjährigen Trainings- und Spielbetrieb sowie der großen Zahl aktiver Kinder und Jugendlicher in der Fußballabteilung. Ein Kunstrasenplatz würde aus Sicht des TV Kemnat die Nutzung wetterunabhängiger und damit verlässlicher machen.

Jugendarbeit in Kooperation mit dem FC St. Pauli. Foto: Weiss

Auch die Zusammenarbeit mit der örtlichen Grundschule wird als Argument angeführt. Beide Einrichtungen kooperieren bereits seit längerem und planen zusätzliche Bewegungs- und Unterrichtsangebote; in die Darstellung des Vereins floss zudem eine schriftliche Stellungnahme der Rektorin ein. Daneben verweist der TV Kemnat auf organisatorische Aspekte: Ein Kunstrasen sei weniger pflegeintensiv und erleichtere die langfristige Planung von Trainingszeiten – auch mit Blick auf den Ganztagesbetrieb der Schule.

Wirtschaftlich argumentiert der Verein zudem, dass ein Naturrasen dauerhaft hohe laufende Kosten verursache – etwa durch regelmäßige Pflege- und Mäharbeiten sowie wiederkehrende Teilsanierungen, die immer auch Nutzungsausfälle nach sich ziehen könnten. Ein Kunstrasen sei nach Darstellung des TV Kemnat über das Jahr hinweg stabiler planbar und könne im laufenden Betrieb kostengünstiger sein. Der Verein verweist außerdem darauf, dass er bei einer Kunstrasen-Lösung Eigenleistungen einbringen könne, um die Mehrkosten gegenüber einer Sanierung zu reduzieren.

Fabian Wahler, Abteilungsleiter Fussball des TV Kemnat, im Austausch mit den Vertretern aus Politik. Foto: TVK

Mit dem Austauschgespräch will der Verein seine Überlegungen in die laufende Diskussion einbringen – auch vor dem Hintergrund, dass es nach Darstellung des TV Kemnat in nahezu allen Ostfilderner Stadtteilen bereits einen Kunstrasenplatz gibt, Kemnat bislang jedoch nicht.

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