Auf der Baustelle im Körschtal tut sich einiges: Der Umbau des Sportplatzes Scharnhausen kommt zügig voran. Die Rückbauarbeiten sind abgeschlossen, und derzeit laufen auf dem Gelände umfangreiche Maßnahmen zur Bodenverbesserung.
Nachdem zunächst der Rasen entfernt und das Oberboden-Sandgemisch abgetragen worden war, wurde dieses Material auf der Ostseite des Platzes zwischengelagert. Derzeit wird das sogenannte Rohplanum mit Hilfe einer Raupe hergestellt. Parallel dazu erfolgt die Bodenverbesserung – ein notwendiger Schritt angesichts der lokal typischen Lehmböden, die sich nur schwer verdichten und nur begrenzt belasten lassen.
Zur Stabilisierung des Bodens wird Kalk eingesetzt. Er wird flächig ausgestreut und anschließend in den Untergrund eingefräst. Das so entstehende Bodenkalkgemisch kann danach planiert und gewalzt werden. Der Kalk reagiert dabei mit dem im Boden enthaltenen Wasser und härtet hydraulisch aus – ein Prozess, der dem Abbinden von Beton ähnelt. Dadurch wird der Untergrund tragfähig und ist für die weiteren Baumaßnahmen vorbereitet.
Die Arbeiten werden derzeit von einem erhöhten Lärmpegel begleitet. Vier Großgeräte sind gleichzeitig im Einsatz, wobei alle Maschinen den aktuellen Vorgaben zur Lärmemission entsprechen. Dennoch ist der Geräuschpegel auf der Baustelle spürbar. „Wir müssen die trockene Witterung ausnutzen und können die Bodenverbesserungsarbeiten in dieser und der kommenden Woche abschließen“, erklärt die Bauleitung.
Bis Fronleichnam soll auch die untere Lage der Schottertragschicht eingebaut und verdichtet sein. Die gesamte Baumaßnahme soll im September abgeschlossen werden. Mit dem Baufortschritt wird auch der Einsatz der Großgeräte zurückgehen – und damit auch der Lärm.

