Hoch oben im Kirchturm von Nellingen, verborgen zwischen alten Mauern, hat die Natur in diesem Frühjahr ein besonders schönes Kapitel geschrieben. Während Turmfalken normalerweise wie eine innere Uhr funktionieren und pünktlich zum Frühlingsstart zurückkehren, mussten die Beobachter diesmal Geduld beweisen. Doch das Warten hat sich gelohnt – und bescherte allen eine echte Sensation.
Der verlorene Sohn kehrt heim
Zuerst war es nur ein kurzes Flattern vor der Kamera, doch dann fiel das entscheidende Detail ins Auge: Der neue Terzel im Kasten trägt einen Ring. Da der bisherige Stamm-Terzel „Falco“ unberingt war, war schnell klar: Hier beginnt eine neue Ära.
Die Auswertung der Ringnummer durch einen Fotografen brachte die Gewissheit und pure Begeisterung: Der junge Falke wurde 2023 genau hier in diesem Kasten geboren. Dass ein Jungvogel nach seinen ersten großen Flügen genau an seinen Geburtsort zurückkehrt, um dort selbst eine Familie zu gründen, ist ein wunderbares Zeichen für die Beständigkeit dieses Nistplatzes.

Ein neues Kapitel im Kirchturm
Mit der Rückkehr des „Nellinger Jungen“ beginnt eine spannende neue Zeit:
- Generationenwechsel: Es ist faszinierend zu beobachten, wie der Nachwuchs nun selbst die Rolle des Familienoberhaupts übernimmt.
- Geheimnisvolle Partnerwahl: Wer die neue Dame an seiner Seite ist – und ob es sich um eine alte Bekannte handelt – wird die Kamera sicher bald verraten.
Auch wenn das Verschwinden des alten Terzels „Falco“ einen Hauch von Wehmut hinterlässt, überwiegt die Freude über die geglückte Rückkehr der nächsten Generation. Der Kirchturm bleibt ein lebendiger Ort voller Hoffnung.
Wer live dabei sein möchte, kann das Geschehen weiterhin über die Falkencam des NABU Ostfildern verfolgen.

