Die Sanierung und der Ausbau der Pfingstweideschule in Kemnat gehen zügig voran. Der Ausschuss für Technik und Umwelt (ATU) hat nun die Verglasung und die Erneuerung der Fassade vergeben. Über die Außenanlagen muss noch der Gemeinderat beraten.
Mit einer Sanierung und Erweiterung soll die Pfingstweideschule in Kemnat für die Zukunft als dreizügige Grundschule mit Ganztagsbetreuung gerüstet werden. Die Arbeiten seien mit einem Gesamtkostenrahmen von 20,25 Millionen Euro ein „Großprojekt, das uns immer wieder beschäftigt“, sagte Oberbürgermeister Christof Bolay in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt (ATU).
Die Verwaltung hatte dem Gremium einen Vorschlag zur Vergabe der Arbeiten zur Verglasung des Nebengebäudes der Schule vorgelegt. Ursprünglich war geplant, die Fassade sowie die Verglasung und den Sonnenschutz in einem Auftrag gebündelt erledigen zu lassen. Der Bauvertrag war jedoch von der Stadt gekündigt worden, und so war es möglich, den Einbau der Fenster als separates Gewerk vorzuziehen und damit auch den Innenausbau nicht weiter zu verzögern.
Die neuen Fenster des Nebengebäudes werden mit einer Drei-Scheiben-Isolierverglasung in einem Holz-Aluminiumrahmen eingebaut. Die bisherige Anordnung der Fenster wird im Wesentlichen übernommen. Zusätzlich werden in der Fassade nach Süden in Richtung des neuen, noch zu bauenden Fluchtstegs verglaste Türelemente eingebaut. Der Sonnenschutz gehört ebenso zum Auftrag wie der Einbau spezieller Öffnungen für die Nachtauskühlung, die einen Einbruchschutz erhalten. Auch das Treppenhaus wird mit Isolierverglasung ausgestattet. Bei großen Scheiben wird eine Folie gegen Vogelschlag integriert.
Der Ausschuss vergab die Arbeiten einstimmig und ohne weitere Diskussion an ein Unternehmen aus Ansbach mit einer Auftragssumme von etwas mehr als 400.000 Euro. Der Einbau der Fenster ist zwischen Ende März und Ende Mai 2026 geplant.
Auch bei der Vergabe der Arbeiten zur Fertigung und zur Montage der neuen Fassade des Nebengebäudes sah das Gremium keinen Diskussionsbedarf. Wie die Verwaltung darstellte, handelt es sich bei der neuen Außenwand um eine hinterlüftete Holzfassade mit Wärmedämmung. Die Profilbretter der Verkleidung werden mit einer Lasur behandelt. Der Ausschuss vergab die Arbeiten mit einem Auftragsvolumen von knapp 250.000 Euro einstimmig an ein Holzbauunternehmen aus Römerstein. Die Montage der Fassade soll zwischen Mitte April und Ende Juni des kommenden Jahres erledigt werden.
Die Vergabe der Arbeiten zur Gestaltung des Schulhofs und der Außenanlagen muss aufgrund der hohen Auftragssumme vom Gesamtgremium beschlossen werden. Der ATU gab ohne Debatte eine einstimmige Beschlussempfehlung ab, den Auftrag für etwas mehr als 1,4 Millionen Euro an ein Stuttgarter Garten- und Landschaftsbau-Unternehmen zu vergeben.
Der neu gestaltete Schulhof wird von Natursteinmauern eingefasst. Das Gelände rund um die Schule erhält ein sogenanntes Forscherwäldchen mit dichter Bepflanzung und ein „Grünes Klassenzimmer“, das im Unterricht wie auch in den Pausen genutzt werden kann. Die Freifläche, die als Bewegungsraum für die Kinder dient, erhält Grüninseln, die Schatten spenden. Außerdem werden weitere Spiel- und Bewegungselemente eingebaut, Bäume und Hecken gepflanzt. Die Landschaftsbauarbeiten werden in zwei Bauabschnitten ab Februar 2026 erledigt. Der zweite Bauabschnitt wird im Oktober 2027 fertiggestellt.

