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Hallenbad Nellingen: Gemeinderat stimmt Projektskizze zur Sanierung zu

Der Gemeinderat Ostfildern hat in seiner öffentlichen Sitzung am 10. Dezember der Einreichung einer Projektskizze für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zugestimmt. Konkret geht es um die umfassende Sanierung des Hallenbads Nellingen, das sich in Trägerschaft der Stadtwerke Ostfildern befindet und 1969 erbaut wurde.

Das Hallenbad ist die zentrale Schwimmstätte der Stadt und wird sowohl für den öffentlichen Badebetrieb als auch für Schul- und Vereinssport genutzt. Nach mehr als 55 Jahren Betrieb weist das Gebäude erhebliche bauliche, technische und energetische Mängel auf. Besonders in den Bereichen Brandschutz, Elektroanlage, Gebäudehülle, Schwimmbecken und Heiztechnik besteht dringender Handlungsbedarf. Die Stadtwerke beziffern den Gesamtinvestitionsbedarf aktuell auf rund 10,95 Millionen Euro netto.

Mit dem Bundesprogramm können bis zu 45 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten gefördert werden, maximal jedoch acht Millionen Euro. Voraussetzung für die Teilnahme ist die fristgerechte Einreichung einer Projektskizze bis zum 15. Januar 2026. Sollte Ostfildern in der ersten Stufe berücksichtigt werden, folgt im Frühjahr 2026 ein detaillierter Förderantrag. Im Falle einer Bewilligung müssten die notwendigen Investitionsmittel in den Wirtschaftsplan der Stadtwerke ab dem Jahr 2027 entsprechend angepasst werden.

Alle Fraktionen des Gemeinderats signalisierten in der Sitzung ihre Zustimmung zur Einreichung der Projektskizze.


Stellungnahmen der Fraktionen

Bündnis 90 / Die Grünen (Anja Raatzsch)
Das Hallenbad Nellingen ist nach der Schließung weiterer Bäder die letzte städtische Schwimmstätte in Ostfildern und damit unverzichtbar für rund 40.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Es wird täglich von Schulen, Vereinen und der Bevölkerung genutzt. Das Bundesförderprogramm bietet eine wichtige Chance, die notwendige Sanierung finanziell tragfähig umzusetzen. Besonders relevant ist aus unserer Sicht, dass im Zuge der Sanierung auch energetische und ökologische Aspekte konsequent berücksichtigt werden. Maßnahmen an Dach, Fassade und Technik eröffnen die Möglichkeit, erneuerbare Energien einzubinden und langfristig Betriebskosten zu senken. Die Einreichung der Projektskizze ist daher folgerichtig und richtig.

SPD (Martina Sandhorst-Schäfer)
Das Hallenbad Nellingen ist fast 60 Jahre alt und in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Für den Schwimmunterricht der Schulen, den Vereinssport, die DLRG sowie den öffentlichen Badebetrieb ist es von zentraler Bedeutung. Neben dem Bad in Kemnat gibt es keine weitere vergleichbare Einrichtung in Ostfildern. Angesichts der hohen Investitionskosten ist die Bewerbung um Bundesmittel sinnvoll und notwendig. Das Förderprogramm bietet die Möglichkeit, einen erheblichen Teil der Kosten abzufedern. Wir unterstützen daher ausdrücklich den Antrag der Stadtwerke und verbinden damit die Hoffnung auf eine positive Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bundestags.

Die Linke (Jutta Zwaschka)
Das Hallenbad Nellingen ist in die Jahre gekommen und benötigt dringend eine umfassende Sanierung. Die Kosten von rund 10,95 Millionen Euro verdeutlichen den Umfang der notwendigen Maßnahmen, insbesondere im Bereich der energetischen Sanierung. Schwimmfähigkeit ist eine grundlegende Kompetenz, die Leben retten kann. Deshalb braucht Ostfildern ein modernes, barrierefreies Hallenbad mit zeitgemäßer Technik und ausreichenden Kapazitäten für Schulen, Vereine und den öffentlichen Badebetrieb. Das Bundesprogramm bietet eine wichtige Unterstützung, auch wenn ein erheblicher Eigenanteil bei der Kommune verbleibt. Wir stimmen dem Vorschlag der Verwaltung zu.

FDP (Joachim Werner)
Die Sanierung des Hallenbads Nellingen beschäftigt den Gemeinderat bereits seit längerem, zuletzt auch im Zusammenhang mit dem Betriebskonzept. Die Stadtwerke haben frühzeitig deutlich gemacht, dass erhebliche Sanierungsmaßnahmen notwendig sind. Umso erfreulicher ist die Möglichkeit, sich um Mittel aus dem Bundesprogramm zu bewerben. Eine Förderung von bis zu 45 Prozent der Gesamtkosten wäre für Ostfildern ein großer Gewinn. Die Einreichung der Projektskizze ist daher der richtige Schritt. Unser Dank gilt den Stadtwerken, die den Prozess zügig und professionell vorbereitet haben. Wir stimmen der Vorlage ausdrücklich zu.

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