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Friseurhandwerk im Fokus: Andreas Deuschle besucht Salon Stick

Im Rahmen seiner Sommertour hat der Esslinger CDU-Landtagsabgeordnete Andreas Deuschle den Friseursalon Stick in Ostfildern-Ruit besucht. Der Handwerksbetrieb trotzt nun schon in der dritten Familientradition den Widrigkeiten der Branche und erfand sich in der Corona-Krise sogar neu.

„Wir sind mit Leib und Leben Handwerker“, sagt Tanja Stick. „Wir sind einfach ganz am Menschen: Vom Kind bis zur Seniorin und sorgen für die passende Frisur bei allen Familienfesten und Events!“ Vor 32 Jahren hat die Friseurmeisterin ihren Mann Marcel Stick im Salon von dessen Vater kennengelernt. Beide machten damals dort ihre Lehre. Inzwischen führt das Paar gemeinsam den Betrieb in dritter Familiengeneration; hat insgesamt 25 Beschäftigte an drei Standorten. Ihr Erfolgsrezept: Style und Innovation!

So haben die beiden Friseurmeister 600.000 Euro in den Ausbau ihres Salons in Ruit investiert, einen Online-Shop mit exklusiven Friseur- und Haarstyling Produkten hochgezogen und regelmäßige Pflegeheim-Besuche zum Haareschneiden Pflegebedürftiger in ihren Friseuralltag integriert. „Wir versuchen alles, um unseren Umsatz zu steigern“, erklärt Tanja Stick, die beschreibt, wie die Corona-Krise zum Innovationstreiber ihres Betriebs geworden ist: Kundinnen wurden während des Lockdowns mit Anleitungen und Produkten zum Selberfärben versorgt, was zum Online-Produktevertrieb geführt hat; und auch das Aufsuchen von Senioren in Pflegeheimen hat damals begonnen.

„Insgesamt haben wir während der Krise grundsolide gewirtschaftet, unsere Mitarbeiter immer voll bezahlt und am Ende gut überlebt“, resümiert Marcel Stick. „Trotzdem hat uns die Corona-Soforthilfe noch bis März dieses Jahres beschäftigt, weil wir 22.000 von 24.000 Euro haben zurückzahlen müssen. Seit einem halben Jahr sind wir inzwischen wieder bei dem Umsatz von 2019 angekommen, obwohl die Lohnkosten um ein Drittel gestiegen sind!“

Marcel Stick gibt aber auch zu: „Die Kleinunternehmerregelung macht uns zu schaffen!“ Diese Regelung sorgt dafür, dass knapp jeder dritte Friseurbetrieb von der Umsatzsteuer befreit ist, da der Jahresumsatz unter 22.000 Euro liegt. Diese Umsatzgrenze müsse gesenkt werden, um steuerfreie und steuerpflichtige Betriebe anzugleichen und Wettbewerbsverzerrungen zu beseitigen. Immerhin: Die neue Bundesregierung hat zugesagt, das Friseurhandwerk nun ausdrücklich in den Katalog des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes aufzunehmen. Durch verstärkte Kontrollen und höhere Bußgelder können so faire Betriebe besser vor illegaler Konkurrenz geschützt werden.

„Das Friseurhandwerk ist mehr als eine Dienstleistung am Menschen“, so Andreas Deuschle. „Es ist Wirtschaftsleistung und Ausbildungsmotor! Deshalb sind Friseurhandwerksbetriebe wie Stick Frisör auch wichtige Stabilitätsanker hier an unserem Standort. Wer gute Wirtschaftspolitik machen will, muss also auch solche kleinen Handwerkbetriebe immer mitdenken!“

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