Der Gebäudebestand verursacht auch in Ostfildern einen erheblichen Teil des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen durch Heizung, Kühlung und Stromverbrauch. Wer da ansetzt, hat einen wirksamen Hebel im Kampf gegen den Klimawandel in der Hand.
Für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer ist das längst keine abstrakte Frage mehr: Unsanierte Gebäude, die mit fossilen Energien beheizt werden, machen sich finanziell deutlich bemerkbar. Steigende Energiepreise und eine unsichere Abhängigkeit von fernen Lieferländern machen den Handlungsbedarf spürbar und zugleich deutlich, welche Chancen gezielte Maßnahmen bieten, langfristige Einsparungen zu erreichen.
Energetische Sanierung muss dabei kein Großprojekt sein. Ob Dämmung einzelner Gebäudeteile, neue Fenster oder der Umstieg auf ein effizientes Heizsystem – jeder Schritt zählt und lässt sich individuell auf das Gebäude und die eigenen Möglichkeiten zuschneiden. Auch das eigene Verbrauchsverhalten – etwa bewusstes Heizen und Lüften – kann einen spürbaren Unterschied machen. Für vieles, zum Beispiel die Dämmung von Dachboden oder Kellerdecke, gibt es staatliche Förderungen, einiges lässt sich sogar in Eigenregie erledigen.
Im Neubau sind hohe Effizienzstandards und erneuerbare Energien längst selbstverständlich. Im Bestand hingegen schrecken viele Eigentümerinnen und Eigentümer vor dem ersten Schritt zurück – wegen der Investitionskosten, des Fachkräftemangels oder der unübersichtlichen Förder- und Gesetzeslage. Dabei lohnt es sich, und zwar auf mehreren Ebenen:
- Wohnkomfort: Gut gedämmte Gebäude bleiben im Winter länger warm und im Sommer angenehm kühl. Es zieht weniger und die Temperatur ist gleichmäßiger.
- Gesundheitsschutz: Ein besseres Raumklima und wirksamer Lärmschutz tragen spürbar zur Lebensqualität bei.
- Wertsteigerung: Ein energieeffizientes Gebäude ist attraktiver für Käufer und Mieter und behält langfristig eher seinen Wert. • Kostenersparnis: Sanierte Gebäude verursachen im Betrieb deutlich geringere Kosten. Je nach Umfang der Maßnahmen lassen sich Energiekosten senken – bei einer Komplettsanierung um bis zu 80 bis 90 Prozent.
- Unabhängigkeit: Energieeffiziente Gebäude machen unabhängiger von geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen sowie von steigenden Energiepreisen.
Städtische Unterstützung
Die Stadt Ostfildern unterstützt die Bürgerinnen und Bürger dabei, ihre Möglichkeiten zu erkennen und anzugehen über:
- Breite Fachinformation auf der städtischen Webseite, in der Stadtrundschau und bei Bürgerveranstaltungen
- Individuelle, kostenfreie Gebäudesteckbriefe mit einem Überblick über den energetischen Zustand und die Verbesserungspotenziale des eigenen Gebäudes
- Photovoltaik-Erstberatung durch Ehrenamtliche
- Erstberatung zur energetischen Sanierung in Kooperation mit der Klimaschutzagentur des Landkreises Esslingen
Die Stadt bietet eine kostenlose Energie-Erstberatung
Im Rahmen einer Kooperation mit der Verbraucherzentrale bietet die Stadt Ostfildern Hausbesitzern eine kostenlose Energie-Erstberatung zu Hause an. Der sonst übliche Eigenanteil von 40 Euro wird von der Stadt übernommen.
Aktuell stehen 50 Termine zwischen Mitte Mai und Mitte Juni zur Verfügung. Weitere Informationen und Terminvereinbarungen gibt es bei der Infoveranstaltung am Dienstag, 28. April, von 18 bis 20 Uhr im Bürgerhaus Ruit.
Infoveranstaltung: Energiekosten im Griff?
Die Stadt Ostfildern lädt in Kooperation mit der Klimaschutzagentur des Landkreises Esslingen am Dienstag, 28. April, von 18 bis 20 Uhr, Einlass 17.30 Uhr, zur Infoveranstaltung „Sanierungsmaßnahmen und Fördermöglichkeiten für Ihr Zuhause“ im Bürgerhaus Ruit ein. Dabei wird umfassend zum Thema Gebäudeenergieeffizienz informiert. Die Bürgerinnen und Bürger können sich über Handlungsmöglichkeiten in der eigenen Immobilie informieren und mit Energieberatern austauschen, kostenfrei und unverbindlich. Die Teilnehmenden können mehr über die Aktivitäten der Stadt zur Umsetzung der kommunalen Wärmewende erfahren und sich darüber informieren, wie sie selbst aktiv werden und die Förder- und Beratungsangebote nutzen können.

