Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig eine Änderung der Satzung über die Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeit beschlossen. Ziel der Anpassung ist es, Geflüchteten, die am Projekt „Qualifizierung zur Ausbildungsaufnahme“ teilnehmen, eine Anerkennung für ihre praktische Mitarbeit zu ermöglichen. Künftig erhalten sie eine Aufwandsentschädigung von drei Euro pro Stunde – bei einer maximalen Wochenstundenzahl von 13 Stunden.
Das Projekt, das im Frühjahr im Gremium vorgestellt und beschlossen wurde, richtet sich an Menschen mit Fluchterfahrung und hat zum Ziel, diese für eine Ausbildung in sogenannten Mangelberufen zu gewinnen – aktuell mit Fokus auf die Ausbildung zur Erzieherin oder zum Erzieher. Mittlerweile sind mehr als zehn Einsatzstellen in Ostfildern an das Projekt angebunden. Begleitende Sprachkurse laufen bereits seit Anfang Mai.
Ein besonderer Aspekt des Projekts ist die enge Abstimmung mit dem Jobcenter: Auch Personen, die sich im Leistungsbezug befinden, können teilnehmen, ohne während der Projektlaufzeit zur Arbeitsaufnahme verpflichtet zu sein. Dies ist möglich, da das Jobcenter die Qualifizierung für Berufe mit Fachkräftemangel ausdrücklich unterstützt.
Die nun beschlossene Satzungsänderung schafft die notwendige rechtliche Grundlage, um allen Teilnehmenden eine finanzielle Anerkennung für ihre Tätigkeit in den Einsatzstellen zu gewähren. Die Entschädigung soll nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung sein, sondern auch die Motivation der Teilnehmenden stärken und zur erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt beitragen.

