Am Ortseingang von Kemnat wird künftig wieder stationär die Geschwindigkeit überwacht. Der Gemeinderat hat die Beschaffung einer neuen Messanlage sowie die Option auf ein zusätzliches mobiles Stativ einstimmig beschlossen. Hintergrund sind deutlich überhöhte Geschwindigkeiten auf der Heumadener Straße.
Am Ortseingang von Kemnat aus Richtung Ruit gilt die innerörtliche Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern. Hierbei handelt es sich um einen verkehrssicherheitsrelevanten Bereich, da dort der Wechsel vom außerörtlichen zum innerörtlichen Verkehr erfolgt. Die Erfahrungen aus den bisherigen Geschwindigkeitsmessungen zeigen, dass in diesem Bereich teils deutlich zu schnell gefahren wird. Deshalb hat sich die Verwaltung für eine dauerhafte Geschwindigkeitsüberwachung am Kemnater Ortseingang ausgesprochen.
Deutliche Unterschiede erkennbar
Verdeckte Geschwindigkeitsmessungen ergaben Geschwindigkeiten von bis zu 85 Stundenkilometern. Bei Messungen mit einer deutlich sichtbaren semistationären Anlage lag das Tempo hingegen bei durchschnittlich 46 Stundenkilometern. Es wird folglich davon ausgegangen, dass eine stationäre Messanlage die Geschwindigkeit dauerhaft senken und damit die Verkehrssicherheit auf der gesamten Ortsdurchfahrt verbessern kann.
Aus Gründen der Haushaltslage wird zunächst eine stationäre Messanlage mit einem Messeinschub beschafft. Dieser kann je nach Bedarf zwischen den beiden Fahrtrichtungen wechseln. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf rund 118.700 Euro. Hinzu kommen 9.000 Euro für Straßenarbeiten und den Netzanschluss. Für die ersten drei Monate nach der Inbetriebnahme soll ein weiterer Messeinschub angemietet werden. So können während der Anlaufphase beide Fahrtrichtungen gleichzeitig überwacht werden, ohne dauerhaft einen zweiten Einschub anschaffen zu müssen.
Mobiles Stativ nach Praxistest
Ebenfalls beschlossen hat der Gemeinderat die Möglichkeit, nach einem erfolgreichen Praxistest ein mobiles Stativ für rund 22.200 Euro zu beschaffen. Es ist mit den vorhandenen Messeinschüben kompatibel und soll an Standorten eingesetzt werden, an denen die bestehende semistationäre Anlage aus Platzgründen nicht genutzt werden kann.

