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Stadt ändert Bebauungsplan “Schwarze Breite”, um Gewerbegebiete zu schützen

Die Stadt Ostfildern plant die Änderung des Bebauungsplans “Schwarze Breite” in der Gemarkung Nellingen aus verschiedenen Gründen. Der Gemeinderat hat dazu heute, am 31. Januar 2024, in seiner ersten Sitzung des Kalenderjahres diesen Plan beschlossen. Sie tut dies aus den dargestellten Gründen:

  1. Gewerbeflächenknappheit: Ostfildern ist ein zentraler und gut erreichbarer Wirtschaftsstandort in der Region Stuttgart. In den letzten Jahren gab es eine Verknappung von Gewerbeflächen, was zu gestiegenen Nutzungskonkurrenzen und höheren Preisen für Gewerbeflächen geführt hat. Um die Abwanderung von Gewerbetreibenden zu verhindern, ist die Ausweisung zusätzlicher Gewerbeflächen erforderlich.
  2. Gewerbeflächenbedarf: Durch verschiedene Methoden, darunter die Fortschreibung der Vergangenheit und die Gewerbe- und Industrie-Flächen-Prognose (GIFPRO), wurde der zukünftige Flächenbedarf für Gewerbebetriebe prognostiziert. Es besteht ein Bedarf insbesondere für industrieorientierte Dienstleistungen, Handwerksbetriebe, verarbeitendes Gewerbe, Büronutzung und Dienstleistungsunternehmen.
  3. Feinsteuerung zulässiger Nutzungen: Um die vorhandenen Gewerbeflächen effizienter zu nutzen und Flächenkonkurrenzen zu verringern, plant die Stadt Ostfildern die Feinsteuerung der zulässigen Nutzungen in Gewerbegebieten. Dies umfasst den Ausschluss bestimmter Nutzungen, wie Einzelhandel mit zentren- und nahversorgungsrelevanten Sortimenten, Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale und gesundheitliche Zwecke sowie Vergnügungsstätten.
  4. Gesamtstädtische Steuerung: Aufgrund der anhaltend hohen Zahl von Flüchtlingen und Asylbegehrenden sieht die Stadt die Notwendigkeit, zusätzliche Standorte für deren Unterbringung zu schaffen. Diese Standorte sollen vorzugsweise außerhalb von Gewerbegebieten liegen. Die Stadt plant auch eine dezentrale Verteilung von Unterkünften für Geflüchtete auf die Gesamtstadt, um Konflikte zu vermeiden.
  5. Verhinderung von Trading-Down-Effekten: Die Bebauungsplanänderung soll sicherstellen, dass bestimmte bisher ausnahmsweise zulässige Nutzungen nicht unkontrolliert ausgeweitet werden können. Dies dient dazu, Trading-Down-Effekte zu verhindern, und bereits bestehende Genehmigungen bleiben durch Bestandsschutz unberührt.

Zusammenfassend versucht die Stadt Ostfildern durch die Änderung des Bebauungsplans die städtebauliche Entwicklung zu steuern, den Gewerbeflächenbedarf zu decken, die Nutzung von Gewerbeflächen effizient zu gestalten und die Unterbringung von Flüchtlingen gesamtstädtisch zu planen.

Jan Weiss
Author: Jan Weiss



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