Montag, April 15, 2024
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Politik mit Weitblick: David Preisendanz visiert das Parlament an




David Preisendanz, ein politischer Hoffnungsträger aus Ostfildern, hat sich die Zeit genommen, dem Filderanzeiger tiefere Einblicke in seine politische Laufbahn, seine Haltung zu aktuellen Herausforderungen und seine Zukunftspläne zu gewähren. Der Jurist und Stadtverbandsvorsitzende der CDU sieht in der Verknüpfung von lokalem Engagement und bundespolitischen Ambitionen einen Weg, um nachhaltige Veränderungen herbeizuführen. Im Interview präsentiert er seine Ansichten und lädt dazu ein, Politik aus seiner Perspektive zu betrachten.

Könnten Sie sich bitte kurz vorstellen, einschließlich Ihres Berufs, Ihres Alters und Ihrer wichtigsten beruflichen Stationen?



“Natürlich, ich bin David Preisendanz, 40 Jahre jung und von Beruf Jurist. Meine berufliche Laufbahn begann in einer großen Stuttgarter Kanzlei. Von dort aus wechselte ich zu Bosch, wo ich als Syndikus Rechtsanwalt tätig bin. Neben meiner beruflichen Tätigkeit engagiere ich mich in verschiedensten ehrenamtlichen Funktionen, beispielsweise als CDU-Stadtverbandsvorsitzender in Ostfildern oder in der Bürgerstiftung.”

Wie finden Sie neben diesen anspruchsvollen Tätigkeiten Ausgleich? Was haben Sie für Hobbys und Interessen?




“Meine drei Kinder bieten mir den größten Ausgleich. Sie sind zwischen fünf und zehn Jahre alt, und die Zeit mit ihnen ist mir sehr wertvoll. Außerdem ist Tennis ein wichtiger Teil meines Lebens. Es hilft mir, einmal die Woche komplett abzuschalten.”

Wie möchten Sie junge Menschen dazu ermutigen, sich politisch zu engagieren und ihre Stimme zu nutzen?




“Natürlich müssen wir als Parteien auch an unserem Auftritt arbeiten und an der Art und Weise, wie wir Politik vermitteln. Meiner Erfahrung nach kann man junge Menschen aber am besten über direkte Ansprache  gewinnen. Wir haben aber ja gerade in Ostfildern gesehen, wie junge Leute eine Kundgebung auf die Beine gestellt haben. Das politische Interesse und auch der Wille sich einzumischen ist also da. Um diese jungen Menschen müssen wir hier vor Ort aktiv werben und versuchen, sie für die Kommunalpolitik zu gewinnen.”

Die Integration von Menschen in unsere Gemeinschaft ist momentan ein großes Thema. Wie lösen Sie das Problem?

“Die Themen Integration und Migration sind eng verknüpft. Wir müssen Fachkräfte-Zuwanderung klar von humanitärer Zuwanderung trennen und Deutschland als Ziel für Fachkräfte attraktiver gestalten, unter anderem durch schnelle Anerkennung von Berufsabschlüssen. Bei der humanitären Zuwanderung müssen wir zu kontrollierten Zahlen zurückkehren, die unsere gesellschaftliche Integrationsfähigkeit nicht überschreiten.”

Welche Maßnahmen planen Sie, um die Klimaschutzziele zu erreichen?

“Beim Klimaschutz würde ich einen deutlichen Schwerpunkt auf den CO₂-Preis legen, da dieser uns zeigt, wo wir CO₂ kosteneffizient einsparen können. Wir müssen andere Länder dazu bewegen, uns nachzueifern, und das gelingt nur, wenn wir durch unseren Klimaschutz nicht die gesellschaftliche Stabilität oder die Wirtschaft des Landes gefährden.”

Welche persönlichen Werte und Überzeugungen leiten Ihre politische Arbeit?

Ich würde sagen, meine ebenfalls politisch aktive Großmutter hat mich hier sehr geprägt. Sie war sehr meinungsstark und nie konfliktscheu, wurde dabei aber nie persönlich. Auch mir ist es wichtig, dass wir nach kontroversen Diskussionen uns weiter in die Augen schauen und konstruktiv zusammenarbeiten können.”

Aber was hat Sie dazu motiviert, sich für die Politik so zu engagieren, dass Sie sich für den Bundestag aufstellen lassen wollen?

“Ja, mein Interesse für Politik ist in der Tat riesengroß. Ich komme aus einer Familie, die bereits über Generationen in der Kommunalpolitik aktiv ist; ich bin die dritte Generation. Es war immer mein Ziel, in der Kommunalpolitik mitzuarbeiten. Doch mit der Zeit habe ich in mir eine positive Ungeduld und einen starken Gestaltungsdrang festgestellt auch die Themen anzugehen, die wir vor Ort nicht lösen können. Ich möchte Teil der Lösung sein. Dabei ist mir bewusst, dass ich nicht einfach nach Berlin gehen, drei Schalter umlegen kann und dann sind die Themen gelöst. Was ich jedoch aus der Kommunalpolitik mitbringe, ist die Hartnäckigkeit, an den Themen dranzubleiben. Das möchte ich auch auf Bundesebene bei den Grundsatzfragen, die eben in Berlin entschieden werden, einbringen. Es ist dieser Gestaltungsdrang, diese Form von Idealismus, die mich antreibt.
Und darum kandidiere ich auch nicht nur für den Bundestag, sondern eben auch für den Gemeinderat. Unser aktueller CDU-Bundestagsabgeordneter hat dies über zehn Jahre so gemacht, und ich finde, dass es ein hervorragender Mix ist. Man kann die großen Linien in Berlin mitgestalten und gleichzeitig im Gemeinderat sehen, was vor Ort funktioniert. Für mich gehören beide Ebenen, der Bundestag und der Gemeinderat, zusammen, denn sie bereichern einander.”

Wir bedanken uns herzlich bei David Preisendanz für dieses aufschlussreiche Gespräch und seine bereitwillige Offenheit über seine politischen Visionen und persönlichen Werte zu sprechen.

Jan Weiss
Author: Jan Weiss




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