Freitag, Februar 23, 2024
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Gemeinsame Gefahrenabwehr an der Körsch




Die Hochwassergefahren an der Körsch werden nach und nach eingedämmt. Kürzlich hat der Zweckverband Hochwasserschutz Körsch am Ortsrand von Scharnhausen ein weiteres großes Rückhaltebecken in Betrieb genommen.

An der Körsch nahe des Ortsrands von Scharnhausen in Richtung Ruit ist in den vergangenen 22 Monaten ein beachtliches Bauwerk in die Höhe gewachsen. Im Auftrag des Zweckverbands Hochwasserschutz Körsch ist ein Rückhaltebecken entstanden, das wesentlich dazu beitragen soll, dass die Bürger von Scharnhausen sowie von Denkendorf weiter flussabwärts künftig auch bei tagelangen starken Regenfällen keine nassen Füße mehr bekommen. Kürzlich wurde das Bauwerk in Betrieb genommen.



Im Bedarfsfall kann die Körsch, die oberhalb von Scharnhausen ein Einzugsgebiet von etwa 57 Quadratkilometern hat, künftig mit einem knapp zehn Meter hohen, fünf Meter breiten und 80 Meter langen Sperrwerk, bestehend aus Spundwänden, einem Erddamm und einem Auslass, abgeriegelt werden. Das zurückgehaltene Hochwasser bildet dann einen See mit bis zu 183.000 Kubikmetern Fassungsvermögen. Das sieben Millionen Euro teure Bauwerk ist „das bislang größte und technisch komplizierteste von den fünf, die wir gebaut haben“, sagte der Verbandsvorsitzende, Filderstadts Oberbürgermeister Christoph Traub. Doch es garantiere den Menschen entlang der Körsch Sicherheit vor überfluteten Straßen und vollgelaufenen Kellern bis zu einem Hochwasser, das statistisch nur alle 50 Jahre vorkommt.

André Baumann, Staatssekretär im baden-württembergischen Umweltministerium, erinnerte die Gäste der Eröffnungsfeier, darunter den Landtagsabgeordneten Nicolas Fink, die Erste Landesbeamtin Marion Leuze-Mohr sowie Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinderäte und der Verwaltungen der Verbandskommunen, daran, dass extreme Wetterlagen als Folgen des Klimawandels keine Seltenheit mehr sind. „Wir müssen unsere Gewässer anpassen, um die Menschen und die Infrastruktur zu schützen“, sagte er. Hochwasser und dadurch verursachte Schäden könnten nicht ganz verhindert werden, „aber wir können die Risiken minimieren“, auch wenn es viel Geld koste. So investiere das Land in diesem Jahr rund 70 Millionen Euro in den Hochwasserschutz und die Umgestaltung von Uferbereichen und Retentionsflächen. Um die Schwammfunktion der Landschaft zu erhalten oder wieder herzustellen, komme den Kommunen im Rahmen ihrer Bauleitplanung eine besondere Verantwortung zu, sagte Baumann.




Erhard Winkler, der Geschäftsführer des mit der Planung beauftragten Ingenieurbüros, erklärte, dass die bislang gebauten Rückhaltebecken an der Körsch nachgewiesen hätten, dass sie notwendig sind. Das Bauwerk bei Scharnhausen werde von den Bürgerinnen und Bürgern zwar derzeit noch allein wegen seiner Größe als Fremdkörper in der Landschaft empfunden, „doch die Natur arrangiert sich sehr schnell damit. Das sieht man an den anderen Bauwerken“, sagte Erhard Winkler.

Oberbürgermeister Christof Bolay sagte, dass die Bürger von Scharnhausen das Bauwerk weiterhin wahrnehmen werden, „auch wenn es zuwachsen wird. Aber es ist erkennbar, dass es etwas bewirkt und für die Menschen in Scharnhausen, wo es üblich war, dass die Körsch über die Ufer getreten ist und Straßen unter Wasser standen, eine gute Sache darstellt.“

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