An den Straßenrändern im Landkreis Esslingen fallen derzeit Plakate ins Auge, die einen klaren, freundlichen Blick und ein vertrautes Gesicht zeigen: Dr. David Preisendanz, Familienvater aus Ostfildern-Kemnat, tritt als Direktkandidat der CDU für den Deutschen Bundestag an. Das Besondere? Zum ersten Mal bewirbt sich jemand aus Ostfildern um ein Mandat in Berlin. Ein Kandidat, der seine Heimat bestens kennt und sich dafür einsetzen will, dass die Menschen in der Region nicht nur gehört, sondern auch effektiv vertreten werden. Im Gespräch erklärt er, warum er kandidiert, was ihn antreibt und weshalb er glaubt, dass seine Erfahrung in der freien Wirtschaft und der Kommunalpolitik ein echter Gewinn für Ostfildern und den gesamten Landkreis sein kann.
Herr Preisendanz, wofür kandidieren Sie genau?
Ich trete im Wahlkreis Esslingen zum ersten Mal als Direktkandidat für den Deutschen Bundestag an. Das heißt, die Wählerinnen und Wähler können mich mit ihrer Erststimme wählen. Und wenn ich genug Stimmen bekomme, dann kann ich mich im Deutschen Bundestag für unsere Region und ihre Menschen einsetzen.
Warum sollte man Ihnen die Erststimme geben? Was bedeutet das genau für die Menschen vor Ort?
Ich habe einen klaren Blick auf die Realität, der in Berlin scheinbar verloren gegangen ist: Zum einen aus meiner beruflichen Perspektive mit meiner Erfahrung in der freien Wirtschaft als Rechtsanwalt in einem großen Traditionsunternehmen; zum anderen durch meine kommunalpolitische Verankerung als Stadtrat in Ostfildern. Politik muss lebens- und menschennah sein, was der Kommunalpolitik meistens noch gelingt, immer weniger aber der Bundespolitik. Und wir haben jetzt ausreichend lange die Probleme nur beschrieben. Die Zeit drängt. Ich traue mir jedenfalls zu, mit meinen beruflichen und kommunalpolitischen Erfahrungen in Berlin einen Unterschied machen zu können.
Wie positionieren Sie sich als Kandidat der CDU? Was würden Sie sagen, wenn jemand mit der CDU-Politik nicht ganz zufrieden ist, sich aber trotzdem als Ostfilderner von Ihnen gut vertreten fühlt?
Ich kämpfe natürlich immer für beide Stimmen für die CDU. Aber ich lasse mich mal auf die Frage ein: Jeder Wähler hat zwei Stimmen. Die Erststimme ist dabei die Wahlkreisstimme und entscheidet darüber, welcher der Direktkandidaten künftig Ostfildern im Deutschen Bundestag vertreten soll. Und dieses Mal kommt es aufgrund des neuen Wahlrechts auch wirklich auf jede Stimme an. Am Ende ist nämlich nicht mehr allein entscheidend, im Wahlkreis die meisten Stimmen zu gewinnen; auch wenn ich den Wahlkreis gewinnen sollte, kommt es immer noch auf die Anzahl an Erststimmen im Landesvergleich an. In meinem Fall ist es also keine Floskel: Es kommt wirklich auf jede Stimme an. Und da ich ja hier mit dem Filderanzeiger aus Ostfildern spreche: Ich wäre auch der erste Bundestagsabgeordnete aus Ostfildern. Vielleicht ist das ja auch ein Argument.
David Preisendanz will Ostfildern und dem gesamten Landkreis Esslingen eine stärkere Stimme in Berlin verleihen. Mit seiner doppelten Erfahrung aus der freien Wirtschaft und der Kommunalpolitik bringt er einen klaren Blick auf die Bedürfnisse der Region mit. Ob dieser Ansatz die Wählerinnen und Wähler überzeugen wird, entscheidet sich an der Wahlurne – und wie er selbst sagt: Es kommt dieses Mal wirklich auf jede Stimme an.

