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Glasfaserausbau in Denkendorf nahezu abgeschlossen


Denkendorf. Ob Online-Meetings, Streaming oder digitales Arbeiten – heute muss vieles gleichzeitig rei-bungslos funktionieren. Denkendorf ist dafür nun bestens aufgestellt. Rund 6.700 Haushalte und Unternehmen können Glasfaser nutzen. Mit einem gemeinsamen Pressetermin am 14. Januar 2026 bei der Grammlich Industriemontage GmbH wurde offiziell der faktisch abgeschlossene Glasfaserausbau im Ort gefeiert. In den vergangenen dreieinhalb Jahren wurden in drei Bauabschnitten – eigenwirtschaftlich sowie mit Förderung von Bund und Land – die Voraussetzungen für eine zukunftssichere digitale Infrastruktur geschaffen. Hiervon profitieren die Betriebe, aber auch die Privathaushalte.

Die Deutsche Telekom hat im Eigenausbau für weit über 90 Prozent aller Haushalte und Betriebe in Denkendorf Glasfaserleitungen verlegt. Zusätzlich wurden im geförderten Ausbau weitere 90 Adressen in den Gewerbegebieten Heerweg und Aicher Brühl sowie die Albert-Schweizer-Schule an das Glasfasernetz angeschlossen. Insgesamt wurden innerhalb von zwei Jahren über 27 Kilometer Glasfaser verlegt. Nahezu alle Bürger haben damit die Möglichkeit, einen hochmodernen Internetanschluss mit Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 Mbit/s zu nutzen.

Breite Unterstützung aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft

Bürgermeister Ralf Barth begrüßte die Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft und dankte allen Beteiligten aus Planung, Projektleitung und Umsetzung: „Für Denkendorf ist das ein echter Quantensprung. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist heute ein entscheidender Standortvorteil – für Unternehmen ebenso wie für unsere Bürger. Glasfaser ist auch die Grundlage, um unsere digitalen Bürgerdienste weiter auszubauen.“

Landrat Marcel Musolf, Vorsitzender des Zweckverbands Breitbandversorgung Landkreis Esslingen, sprach von einem „Termin der Freude“: „Eine Kommune allein hätte es am Markt schwer. Gemeinsam – mit 44 Kommunen im Landkreis – schaffen wir es, Gehör zu finden. Der Glasfaserausbau ist ein zentraler Faktor für wirtschaftliche Stärke und Wohlstand. Wichtig ist nun, dass vorhandene Anschlüsse auch von den Bürgern aktiv genutzt werden.“

Telekom: Erfolgreiche Partnerschaft und hoher Ausbaugrad

Sabine Wittlinger, Partnermanagerin der Deutschen Telekom für die Region Stuttgart, hob die vertrauens-volle Zusammenarbeit hervor: „Rund 6.700 Haushalte und Unternehmen können heute Glasfaser nutzen – Denkendorf ist damit nahezu vollständig versorgt. Über 90 Prozent Ausbauquote sind ein starkes Ergebnis.Bereits rund 40 Prozent der Anschlüsse werden allein von Telekom-Kunden genutzt, das ist ein guter Wert, aber wir sehen noch Potenzial.“

Auch Matthias Gauger, Leiter Technik der Gigabit Region Stuttgart GmbH, unterstrich die Bedeutung des Projekts: „Rund 80 Prozent der Ausbauleistung wurden eigenwirtschaftlich durch die Telekom erbracht. Denkendorf hat Fördermittel konsequent eingesetzt – andere Kommunen geben sie zurück. Hier im Ort wurde umgesetzt. Das Etappenziel 2025 wurde nahezu punktgenau erreicht.“

Glasfaser als echter Wirtschaftsfaktor und Game Changer

Ein Beispiel für die praktische Bedeutung des Glasfaserausbaus ist die Grammlich Industriemontage GmbH. Das Unternehmen mit heute rund 50 Mitarbeitern und Standorten in Denkendorf, Hagen und Leipzig nutzt am Standort Denkendorf Glasfaser – und nur hier. Geschäftsführer Silas Grammlich betonte: „Der Glasfaseranschluss ist für uns ein echter Game Changer. Früher hatten wir nur DSL. Heute läuft fast alles digital – von Cloud-Anwendungen über CRM bis zu Online-Terminen. Große Datenmengen sind für unsere kunden-individuellen Lösungen unverzichtbar.“

Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Montage und Demontage von Industrieanlagen, Großmaschinen und Kunstobjekten – mit Maschinen bis zu mehreren Dutzend Tonnen Gewicht. Die Geschäftsführer Silas und Benjamin Grammlich sind fest im Ort verwurzelt und engagieren sich mit ihrem Team bald im Ort noch zusätzlich auf ganz andere Art und Weise: Am 29. Januar 2026 eröffnen sie mit weiteren Akteuren die „Denk.Bar“, eine Weiterentwicklung des früheren Cafés am Rathaus.

Land, Bund und Partner ziehen an einem Strang

Katharina Manthey vom Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg, überbrachte Grüße von Innenminister Strobl: „Schnelle und zuverlässige Internetverbindungen sind die Grundlage für wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftliche Teilhabe. Denkendorf zeigt, dass der Sinn des Glasfaserausbaus verstanden wurde – eigenwirtschaftlich, aber auch mit gezielter Förderung dort, wo sie notwendig ist.“

Auch Martin Papendiek vom Projektträger des Bundes, aconium GmbH, sprach von einem besonderen Moment: „Aus einem Plan ist Realität geworden. Glasfaser ist eine elementare Infrastrukturmaßnahme. Sie schafft Perspektiven für Homeoffice, digitale Bildung, Telemedizin, autonome Mobilität und macht Kommunen attraktiv für Familien und junge Menschen.“

Fazit: Zukunftsfähig aufgestellt

Der Glasfaserausbau in Denkendorf nähert sich faktisch der 100-Prozent-Marke und gilt als abgeschlossen. Was 2012 noch ein Randthema war, ist heute ein zentraler Baustein moderner Daseinsvorsorge. Denken-dorf ist digital bestens aufgestellt – lebenswert, innovativ und zukunftsfähig.

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