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VVS erhöht Ticketpreise ab 1. September 2025

Die Gesellschafterversammlung hat in ihrer Sitzung einer Tarifan-passung in Höhe von durchschnittlich 5,2 Prozent zugestimmt. Die neuen Preise gelten zum 1. September 2025.
„Die Kosten bei unseren Verkehrsunternehmen sind insgesamt sogar um 8,1 Prozent gestiegen. Eine Tariferhöhung ist leider unausweichlich, damit unsere Unternehmen ihre Fahrer und sons-tige Betriebskosten bezahlen können“, sagt VVS-Geschäftsführerin Cornelia Christian. „Über 80 Prozent unserer Fahrgäste sind aber nicht von der Tariferhöhung betroffen. Sie sind mit dem Deutsch-land-Ticket oder dem Deutschland-Ticket JugendTicketBW unter-wegs. Für diese Abos ändern sich die Preise im September nicht“, ergänzt VVS-Geschäftsführerkollege Dr. Jan Neidhardt.

Richtungsweisende Entscheidungen fürs Deutschland-Ticket

Die VVS-Geschäftsführung appelliert an die neue Bundesregie-rung, sich für eine dauerhafte Finanzierung des Deutschland-Tickets stark zu machen und die richtigen Entscheidungen für einen dauerhaften Bestand im Portfolio der Verbünde zu treffen: „Das Deutschland-Ticket ist ein absoluter Erfolgsschlager. Diesen Erfolg nicht zu nutzen wäre fatal. Das Ticket ist einer der revolutionärsten Bausteine für einen einfachen und erfolgreichen Nahverkehr. Wir begrüßen, dass nach aktuellen Plänen der vermutlichen Koalition eine Fortführung des Tickets vorgesehen ist und Preisstabilität für 2025 und 2026 besteht“, sagt Cornelia Christian.

Trotzdem seien viele Finanzierungsfragen nach wie vor offen: „Die Finanzierung ab 2026 ist noch unklar, hier fahren wir auf Sicht. Vor allem unseren Fahrgästen wollen wir eine längerfristige Perspekti-ve schaffen. Aber auch unseren Verkehrsunternehmen und Aufga-benträgern, die angesichts steigender Kosten vor einer großen finanziellen Herausforderung stehen, möchten wir eine Planungssi-cherheit bieten“, so Neidhardt.

VVS stellt Weichen für bundesweite Einnahmenaufteilung

Das Deutschland-Ticket, mit dem Fahrgäste über die Verbundgren-zen hinaus unterwegs sein können, macht eine Einnahmenauftei-lung auf Landesebene nötig. Durch den bundesweiten Vertrieb und die bundesweite Nutzbarkeit des Tickets kommen die Einnahmen aus dem Deutschland-Ticket nicht automatisch dort an, wo sie hingehören. Insgesamt sind drei Entwicklungsstufen vorgesehen: Aktuell werden die Einnahmen den Tariforganisationen zugeordnet, in denen das Deutschland-Ticket verkauft wurde, beispielsweise im Fall eines von den Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) verkauften Tickets dem VVS.

Die Weichen für die zweite Stufe der Einnahmenaufteilung, in der die Einnahmen nach Wohnorten verteilt werden soll, hat der VVS in seiner Gesellschafterversammlung beschlossen. Die Einnahmen sollen dann nach Wohnort-Postleitzahlen der Kunden zuerst an die Länder und dann weiter an die Verbünde verteilt werden. Die Einführung der zweiten Stufe wird im Laufe des Jahres erwartet. In einer letzten Stufe sollen die Einnahmen dann dorthin fließen, wo die Deutschland-Tickets konkret genutzt wurden.

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