Leinfelden-Echterdingen (ES): Reisebusse kontrolliert
Bei einer Sonderkontrolle des Polizeipräsidiums Reutlingen, unterstützt durch Beamte des Hauptzollamtes Stuttgart, der Kriminalpolizei, der Hochschule der Polizei und Mitarbeitern des THW Neuhausen, nahmen die Spezialisten am Donnerstag wieder gezielt den nationalen und internationalen Reisebusverkehr am Stuttgart Airport Busterminal ins Visier. Besonders im Fokus der Beamten standen Verstöße gegen das Genehmigungsrecht, die Lenk- und Ruhezeiten, technische Mängel der Fahrzeuge, die illegale Einreise und die Einfuhr von illegalen Betäubungsmittel. Dazu kam dieses Mal nicht nur ein Rauschgiftspürhund, sondern auch ein mobiles Röntgengerät zur Kofferkontrolle und Dokumentenprüfgeräte zum Einsatz. Zwischen neun Uhr und 14 Uhr kontrollierten knapp 70 Beamte von Polizei und Zoll insgesamt 18 Reisebusse und deren Fahrgäste.
Die Mehrzahl der festgestellten Beanstandungen betraf nicht eingehaltene Lenk- und Ruhezeiten. Verstöße gegen diese Bestimmungen sorgen bei den Fahrern für Übermüdung und Unkonzentriertheit, weshalb das Unfallrisiko folglich ansteigt. Für vier Busfahrer endete die Fahrt an der Kontrollstelle, weil sie ihre Lenkzeiten ganz erheblich überschritten hatten. Einer der Fahrer, der bereits über 32 Stunden unterwegs war, wurde nach der Kontrolle für die nächsten elf Stunden ins Bett geschickt. Neben fehlenden oder falschen Genehmigungen und Lizenzen mussten die Beamten zahlreiche gerissene Frontscheiben und andere technische Mängel an den Bussen feststellen. Ein Bus wurde aus dem Verkehr gezogen, weil das Fahrzeug nicht nur zahlreiche technische Mängel, unter anderem gerissene Bremsscheiben, aufwies, sondern das Unternehmen auch gar keine Genehmigung für den gewerblichen Personenverkehr hatte. Von den Spezialisten wurden mehr als 200 Ausweisdokumente auf Echtheit und Gültigkeit überprüft. Neben zehn Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz stellten die Beamten auch einen 28-jährigen kirgisischen Staatsangehörigen fest, der sich illegal im Bundesgebiet aufhielt. Auch für einen 44-Jährigen endete die Reise zunächst am Flughafen, nachdem sich herausstellte, dass er zur Verbüßung einer Haftstrafe aus dem Jahr 2020 zur Festnahme ausgeschrieben war. Er wurde nachfolgend in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Zudem wurden zahlreiche illegal eingeführte Zigaretten und Lebensmittel festgestellt, die beschlagnahmt wurden, bzw. entsprechende Steuerverfahren nach sich ziehen. Insgesamt wurden knapp 7.000 Euro an Sicherheitsleistungen erhoben. Die Kontrollen werden fortgesetzt. (cw)
Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Reutlingen

