Donnerstag, April 18, 2024
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Bildungszentrum für Aichtal




Die Stadt Aichtal beabsichtigt den Umbau und die Erweiterung der Weiherbachschule im Stadtteil Grötzingen in ein Bildungszentrum mit Betreuungsplätzen für bis zu 310 Kinder zwischen 1 – 10 Jahren.

Die Stadt Aichtal setzt einen bedeutenden Schritt in der Weiterentwicklung ihres Bildungssystems und der städtebaulichen Struktur. Bereits seit 2016 verfolgt der Gemeinderat das Ziel, die Weiherbachschule in einen modernen Bildungsstandort für Kinder zwischen 1 und 10 Jahren umzugestalten. Die bisherigen Pläne sehen die Schaffung von insgesamt 6 Gruppen für die Kinderbetreuung vor, sowohl für Kinder über 3 Jahren als auch für Kinder unter 3 Jahren. Ein zentrales Anliegen ist dabei die Erhaltung und Sanierung der vorhandenen Bausubstanz in Verbindung mit der Errichtung eines neuen Gebäudes.



Um die vielschichtigen Herausforderungen dieses Projekts anzugehen, wurde nun ein Realisierungswettbewerb ins Leben gerufen. Dieser Wettbewerb bietet erfahrenen Architekturbüros die Möglichkeit, ihre innovativen Konzepte für den Bildungscampus Weiherbach einzubringen. Die Neugestaltung erfordert eine umfassende Neukonzeption der räumlichen Gegebenheiten, unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben, Empfehlungen des Regierungspräsidiums und des Schulamtes. Hierbei soll auch eine gemeinsam nutzbare Aula entstehen.

Insgesamt werden 25 Teilnehmer für den Wettbewerb zugelassen. Diese haben bis Februar 2024 Zeit, ein Entwurfskonzept zu entwickeln, das die gestellten Anforderungen erfüllt. Die Kriterien für die Auswahl des Siegerentwurfs sind vielfältig, erklärt Bürgermeister Sebastian Kurz. So seien Aspekte wie Nachhaltigkeit und Energieeffizienz wichtige Auswahlkriterien. Ein Team erfahrener Fachpreisrichter, darunter Architekturbüroinhaber, sowie Sachpreisrichter aus dem Gemeinderat werden den Siegerentwurf ermitteln. Dieser wird als Grundlage für die anschließende Objektplanung dienen, die in Zusammenarbeit mit dem Wettbewerbssieger und unter Einbeziehung der Öffentlichkeit durchgeführt wird.




Das Bildungszentrum soll nicht nur ein Ort der Bildung, sondern auch der Begegnung werden. Im Zuge des Wettbewerbs soll nach der Vorstellung der Verwaltung auch geprüft werden, ob sich eine barrierefrei erschlossene öffentliche Bücherei in das Konzept integrieren lässt. Die Stadtbücherei ist derzeit im Obergeschoss des Gebäudes Hindenburgstraße 18, dem Helenenheim, untergebracht. Der Zugang und der Aufenthalt sei für Personen mit Handicap nicht möglich.

„Eine barrierefreie Bücherei sollte ein Ort, der darauf ausgerichtet ist, Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen einzubeziehen und zu unterstützen,“ so Kurz. Die Schaffung einer inklusiven Umgebung in einer Bücherei bedeute, dass jeder, unabhängig von körperlichen, geistigen oder sensorischen Einschränkungen, gleichermaßen Zugang zu den angebotenen Ressourcen und Dienstleistungen haben sollte.




„Es fehlt darüber hinaus ein für die Nutzung geeigneter zweiter baulicher Flucht- und Rettungsweg, was zur Folge hat, dass sich maximal 20 Personen gleichzeitig in der Bücherei aufhalten können“ erklärt Stadtbaumeister Matthias Hirn. Eine reguläre Schulklasse müsse daher bei Exkursionen in zwei Gruppen aufgeteilt werden. „Die Abhilfe für diese baulichen Mängel an einem Kulturdenkmal ist mit einem enormen finanziellen Aufwand verbunden und baulich sehr schwierig umsetzbar“ so Hirn weiter.

Eine weitere Überlegung die im Zuge des Verfahrens überprüft werden soll, ist die Schaffung von Räumlichkeiten, die von Vereinen aus Aichtal als Lagermöglichkeit und für Verwaltungstätigkeiten genutzt werden können. Auch soll das geplante Atrium in den Entwürfen so angeordnet werden, dass dieses von Dritten, wie z.B. von Vereinen, mit bis zu 190 Personen genutzt werden kann.

Der Bürgermeister betont, dass der Schwerpunkt des Planungsprozesses auf der Weiterentwicklung der Grundschule und der Bereitstellung moderner Betreuungsplätze für Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren liegt. Ziel sei die Neuschaffung und Zusammenlegung von Kita-Plätzen um neue wissenschaftliche Ansätze an Bildungsräume und Pädagogik sowie den Orientierungsplan des Landes Baden-Württemberg umsetzen zu können. Ein weiteres Ziel sei die Schaffung von Schulkindbetreuungsplätze für den Rechtsanspruch ab 2026. Darüber hinaus werden im Rahmen des Wettbewerbs auch innovative Synergien und Optionen geprüft, um das Potenzial des Bildungszentrums voll auszuschöpfen.

Nach der Auswahl des Siegerentwurfs und der Beauftragung des Architekturbüros wird der nächste Schritt zur Umsetzung des Bildungscampus Weiherbach im zweiten Quartal 2024 eingeleitet. Die Bürgerbeteiligung spiele dabei eine sehr wichtige Rolle. „Die Beteiligung ermöglicht es allen Betroffenen und der breiteren Gemeinschaft, ihre Meinungen und Ideen in den Planungsprozess einzubringen. Damit die Bedenken, Wünsche und Vorschläge der Bürger von den Planern und Architekten berücksichtigt werden können, muss jedoch zunächst das bestgeeignete Planungsbüro ausgewählt werden. Die Stadt Aichtal freut sich darauf, gemeinsam mit ihren Bürgern und Fachexperten die Zukunft des Bildungswesens und der Stadtentwicklung zu gestalten, so Sebastian Kurz.

Foto: Stadt Aichtal



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