Am Freitag fliegen endlich wieder die Bälle. Um 19:00 Uhr wird in der Porsche-Arena zum ersten Heimspiel der neuen Saison angeworfen. Gegner zum Auftakt ist der Bergische HC.
Die Vorbereitung ist abgehakt. Trainingslager im Zillertal und in der Schweiz, der S-Cup in Altensteig, dazu mehrere Testspiele. In der ersten Runde des DHB-Pokals setzte sich der TVB mit 26:39 beim TSB Heilbronn-Horkheim durch. „Insgesamt hatten wir eine tolle und sehr intensive Vorbereitung“, sagt Misha Kaufmann. „Der Wille und die Energie, die die Mannschaft in jedem einzelnen Training an den Tag legt, sind wirklich einzigartig und spürbar. Die Jungs haben richtig Bock.“
Besonders wird der Abend für die Neuzugänge. Philipp Ahouansou, Mohamed Amine Darmoul, Philipp Meyer, Darío Sanz de Nicolas, Malte Donker und Mohamed El-Tayar stehen vor ihrem ersten Heimspiel in der Porsche-Arena. Kaufmann selbst geht mit einem langfristigen Vertrauensbeweis des Vereins in die Spielzeit: „Das entgegengebrachte Vertrauen zeigt eine riesige Wertschätzung und gibt mir, der Mannschaft sowie dem gesamten Verein die nötige Sicherheit für eine langfristige Planung.“
Der Gegner: eine Wundertüte
Der Bergische HC beendete die vergangene Saison auf Platz 13 mit 22:46 Punkten und sicherte sich früh den Klassenerhalt. Als Aufsteiger gelang den Wuppertalern zugleich die größte Überraschung der Saison: Nach dem Sieg im Siebenmeterwerfen gegen den SC Magdeburg zogen sie ins Finale des DHB-Pokals ein – der größte Erfolg der Vereinsgeschichte, trotz der Niederlage gegen die Füchse Berlin.
Neun Abgängen stehen sechs Neuzugänge gegenüber. Mit Noah Beyer (195 Tore, 77,08 Prozent Quote) verlor der BHC einen seiner gefährlichsten Werfer an den Handball Club Hamburg, Kreisläufer Aron Seesing wechselte zu den Rhein-Neckar Löwen. Ein besonderes Wiedersehen gibt es mit Nico Schöttle, der von 2021 bis 2025 das Trikot der Schwaben trug. Weil der BHC durch die Final4-Teilnahme in der ersten Pokalrunde nicht gefordert war, ist Freitag auch für ihn der erste echte Gradmesser.
“Der Bergische HC ist für mich ein Stück weit eine Wundertüte. Sie hatten zwar gewichtige Abgänge, stellen aber nach wie vor einen guten Kader. Ich erwarte eine sehr kämpferische Mannschaft, die um jede Situation fighten wird, genau wie wir. Am Ende werden wieder Kleinigkeiten darüber entscheiden, wer das Spiel gewinnt.” Misha Kaufmann, Cheftrainer
Hexenkessel erwünscht
Die Ausgangslage verspricht Spannung: Der TVB schloss die vergangene Saison mit 28:40 Punkten auf Platz 12 ab, direkt vor dem BHC. Beim letzten Duell in eigener Halle gewann Stuttgart deutlich mit 35:28.
Bleibt der Wunsch des Trainers an die Fans. „Wer einmal dort war, weiß, was für eine geile Halle, Kulisse und Fans uns dort erwarten“, so Kaufmann. „Unser Ziel ist ein ausverkauftes Haus, das als Hexenkessel fungiert und uns anfeuert.“

