Der Gemeinderat von Ostfildern hat entschieden, die Einführung eines qualifizierten Mietspiegels für die Stadt weiterhin zurückzustellen. Ausschlaggebend waren vor allem die Kosten für die Erstellung sowie der damit verbundene personelle Aufwand.
Die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen hatten beantragt, im Laufe des Jahres 2027 einen qualifizierten Mietspiegel erstellen zu lassen und die dafür nötigen Mittel in den Haushalt 2027 einzuplanen. Verpflichtend ist ein solcher Mietspiegel für eine Stadt der Größe Ostfilderns nicht. Die Verwaltung hatte zuvor darauf hingewiesen, dass die Einführung einmalige Kosten von bis zu 50.000 Euro verursachen würde – hinzu kämen laufende Kosten für Pflege, Anpassungen und Neuerstellungen sowie zusätzlicher Personalaufwand.
Oberbürgermeister Christof Bolay betonte in der Sitzung, ein Mietspiegel sei im Grundsatz ein sinnvolles Instrument, angesichts der angespannten Haushaltslage sei jedoch derzeit nicht der richtige Zeitpunkt für weitere freiwillige Leistungen der Stadt. Bis auf Weiteres können die gesetzlich zulässigen Alternativen zur Ermittlung der Vergleichsmiete genutzt werden.
Quelle: Stadt Ostfildern, Pressemitteilung vom 4. August 2026.

