Der Ausschuss folgt dem Verwaltungskompromiss: Auf dem rund 2,5 km langen Königsträßle wird innerorts bis zum Haus des Waldes eine Fahrradstraße eingerichtet, außerorts bleibt Tempo-40-Status quo. Die Alternative bis Schönberg fand keine Mehrheit.
Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Technik hat in seiner Sitzung am Dienstag, 19. Mai, die künftige Verkehrsregelung für das Königsträßle beschlossen. Mehrheitlich angenommen wurde ein Kompromissvorschlag, den die Verwaltung vor zwei Wochen vorgestellt hatte. Demnach soll im Königsträßle im innerörtlichen Bereich bis zum Haus des Waldes in Degerloch eine Fahrradstraße eingerichtet werden. Außerorts soll es beim Status quo bleiben. Für den Kfz-Verkehr bedeutet das unter anderem, dass es bei Tempo 30 im innerörtlichen und Tempo 40 im außerörtlichen Bereich so bleibt, wie es heute schon ist. Eine alternative Variante, bei der eine Fahrradstraße auf der gesamten Länge des Königsträßle bis nach Schönberg eingerichtet werden sollte, fand keine Mehrheit bei den Stadträtinnen und Stadträten.
Eine Mehrheit im Ausschuss beschloss zudem, dass für den Fall, dass Tempo 40 außerorts rechtlich nicht gehalten werden könne, auf dem gesamten Königsträßle bis Schönberg eine Fahrradstraße eingerichtet werden soll.
Der Leiter des Grundsatzreferats, Martin Körner, hatte für den Kompromissvorschlag von Verwaltung und OB Nopper geworben. Die Verwaltung sei der Auffassung, dass ihr Vorschlag rechtlich vertretbar und fachlich gut begründet sei. Es gebe einen Unterschied zwischen dem inner- und dem außerörtlichen Abschnitt des Königsträßle. Außerdem sei der Verwaltungsvorschlag rund 400.000 Euro günstiger als die alternativ diskutierte Variante, die die Einrichtung einer Fahrradstraße bis nach Schönberg vorgesehen hätte, unterstrich Körner. Schließlich werde der Kompromissvorschlag nach Einschätzung der Verwaltung vor Ort am meisten Unterstützung finden.
Der Beschluss betrifft den rund 2,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen der Jahnstraße und dem Ortseingang Schönberg. Die Planung unterscheidet zwischen dem innerörtlichen Bereich in Degerloch bis zum Haus des Waldes und dem außerörtlichen Abschnitt ab dem Haus des Waldes bis nach Schönberg.
Mit der Entscheidung folgt der Ausschuss dem von der Verwaltung vorgeschlagenen Kompromiss. Ziel ist es, die Hauptradroute 3 weiter auszubauen und zugleich die unterschiedlichen Anforderungen von Rad-, Fuß- und Autoverkehr zu berücksichtigen. Während im innerörtlichen Bereich aufgrund der höheren Zahl an Nutzungskonflikten eine Fahrradstraße eingerichtet wird, bleibt die Verkehrsführung im außerörtlichen Abschnitt grundsätzlich unverändert.
Für die Umsetzung der Maßnahme werden nach aktueller Kostenschätzung rund 200.000 Euro veranschlagt. Die Finanzierung erfolgt aus dem Fahrrad-Etat der Landeshauptstadt Stuttgart. Zudem sollen Fördermittel des Landes Baden-Württemberg beantragt werden. Erwartet wird ein Zuschuss in Höhe von rund 100.000 Euro.

